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Veröffentlicht am 26.11.2020, Überregional

Leichtsinn kann Afrikanische Schweinepest verbreiten

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich seit dem 10 September 2020 in Deutschland aus

von EPPINGEN.org Redaktion

Foto: pixabay.com #2256297;Andreas Lischka
Foto: pixabay.com #2256297;Andreas Lischka

Zu­nächst Bran­den­burg, jetzt auch Sachsen: Die Afri­ka­ni­sche Schwei­ne­pest (ASP) breitet sich seit dem 10 Sep­tem­ber 2020 in Deutsch­land aus. 

Die für Men­schen un­ge­fähr­li­che, für Schwei­ne aber töd­li­che Seuche ver­ur­sacht großes Tier­leid und enorme wirt­schaft­li­che Schäden. Das Land­rats­amt Heil­bronn und andere Be­hör­den be­rei­ten sich mit ihren Part­nern darauf vor, dass die ASP auch Ba­den-Würt­tem­berg er­reicht und ap­pel­lie­ren an die Bürger, beim Ein­däm­men der Krank­heit mit­zu­hel­fen.

Von Ge­or­gi­en aus­ge­hend hat sich die Afri­ka­ni­sche Schwei­ne­pest in den ver­gan­ge­nen Jahren haupt­säch­lich in Ost­eu­ro­pa aus­ge­brei­tet, wurde aber auch in Belgien nach­ge­wie­sen. Ein wich­ti­ges Ziel ist, dass die Seuche nicht durch mensch­li­ches Fehl­ver­hal­ten ver­brei­tet wird. Die Erreger über­le­ben Monate und Jahre in Schwei­ne­fleisch­pro­duk­ten. Ein weg­ge­wor­fe­nes Wurst- oder Schin­ken­bröt­chen kann die Krank­heit in einen Wild­schwein­be­stand tragen. Von dort aus er­reicht das Virus im schlimms­ten Fall die Haus­schwei­ne eines land­wirt­schaft­li­chen Be­triebs. Ge­ne­rell ver­bo­ten ist es, Spei­se­res­te an Nutz­tie­re zu ver­füt­tern.

Regeln be­ach­ten

Wenn ver­hin­dert werden soll, dass sich die ASP auch in Ba­den-Würt­tem­berg und der Region Heil­bronn aus­brei­tet, müssen die Bürger ein paar Regeln be­ach­ten. Haus- oder Wild­schwein­pro­duk­te dürfen nur in ge­schlos­se­nen Be­hält­nis­sen ent­sorgt werden. Ver­bo­ten ist es, tie­ri­sche Er­zeug­nis­se aus Nicht-EU-Mit­glieds­staa­ten mit­zu­brin­gen. Ent­de­cken Spa­zier­gän­ger im Land­kreis Heil­bronn ein ver­en­de­tes Wild­schwein, sollten sie sich den Fundort ein­prä­gen und dem zu­stän­di­gen Ve­te­ri­när­amt (07131 994607) melden. Ist die Behörde nicht er­reich­bar, kann auch die Polizei in­for­miert werden. Grund­sätz­lich gilt: Den Kadaver nicht an­fas­sen!

Die Afri­ka­ni­sche Schwei­ne­pest be­rei­tet den er­krank­ten Tieren Schmerz und Leid. Findet das Virus den Weg in einen Haus­schwein­be­stand, werden dort alle Schwei­ne so rasch wie möglich getötet. Unter anderem damit wollen die Be­hör­den ver­hin­dern, dass sich der Erreger weiter aus­brei­tet. Rund um den be­trof­fe­nen Betrieb ent­ste­hen ein Sperr­be­zirk und ein Be­ob­ach­tungs­ge­biet, in denen Tier­hal­ter strenge Auf­la­gen be­ach­ten müssen. Großer volks­wirt­schaft­li­cher Schaden ent­steht, weil nach einem ASP-Aus­bruch Schwei­ne­fleisch und Schwei­ne­fleisch­erzeug­nis­sen nicht mehr in Dritt­län­der ex­por­tiert werden dürfen. Im Ex­trem­fall ist die Exis­tenz der deut­schen Schwei­ne­hal­ter bedroht.


Vor­be­rei­tun­gen laufen

Der Kampf gegen das Virus wird auf vielen Ebenen geführt. So haben Land­wir­te strenge Hy­gie­ne­auf­la­gen zu be­ach­ten. Dazu gehören au­ßer­dem erhöhte An­stren­gun­gen der Jäger, die den Wild­schwein­be­stand re­du­zie­ren sollen Der Land­kreis Heil­bronn hat neun Wild­ver­wahr­stel­len in Betrieb ge­nom­men, in denen Jäger Tier­kör­per und Teile von Wild­schwei­nen ent­sor­gen können. Ein Angebot, das sich gut bewährt. Das Land Ba­den-Würt­tem­berg hat unter anderem einen um­fang­rei­chen Ak­ti­ons­plan er­ar­bei­tet und das ASP-Mo­ni­to­ring deut­lich aus­ge­wei­tet, um einen Aus­bruch mög­lichst früh zu er­ken­nen. Zwi­schen Ve­te­ri­när-, Land­wirt­schafts-, Forst- und Jagd­be­hör­den laufen um­fang­rei­che Ab­stim­mun­gen, auf Ebene des Land­krei­ses Heil­bronn wurde ein Tier­seu­chen-Ein­satz­plan auf­ge­stellt. Tier­seu­chen­übun­gen sollen den Ernst­fall si­mu­lie­ren und die Zu­sam­men­ar­beit der Be­tei­lig­ten ver­bes­sern.

Weitere In­for­ma­tio­nen: www.​landkreis-​heilbronn.​de/​ASP

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