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Veröffentlicht am 22.10.2020, Überregional

Tipps für den Wechsel des Stromanbieters

Es ist so einfach, auf einen günstigeren Stromvertrag umzusteigen und dabei lässt sich noch bares Geld sparen

von EPPINGEN.org Redaktion

Abbildung 1: Mit einem Wechsel des Stromanbieters können Verbraucher Geld sparen, wenn sie ein paar Dinge beachten./: Pixabay © alexas_fotos
Mit einem Wechsel des Stromanbieters können Verbraucher Geld sparen, wenn sie ein paar Dinge beachten./ : Pixabay © alexas_fotos

Seit Jahren schon steigen die Strom­prei­se. Vor 20 Jahren zahlten Kunden etwa das Dop­pel­te wie heute. Mit einem An­bie­ter­wech­sel können Ver­brau­cher den Strom­preis­an­stieg etwas ab­schwä­chen. Doch viele scheuen sich davor, einen Lie­fe­ran­ten zu wählen, der weit vom Wohnort weg ist. Den eigenen, be­stehen­den Vertrag zu über­prü­fen, ist dennoch eine gute Idee. Denn fast alle Strom­an­bie­ter haben ver­schie­de­ne Tarife zur Auswahl.


Ein Ta­rif­wech­sel kann sich lohnen

Es lohnt sich immer, einen Blick in die letzte Strom­rech­nung und auf die In­ter­net­sei­te des Strom­an­bie­ters zu werfen. Häufig haben die An­bie­ter ver­schie­de­ne Preis­mo­del­le. Da kann ein Wechsel zu einem güns­ti­ge­ren Tarif schon eine er­heb­li­che Er­spar­nis ein­brin­gen. Die un­ter­schied­li­chen Ta­rif­mo­del­le sind le­dig­lich in kleinen Details ver­schie­den, wie in Her­kunft des Stroms, Be­zahl­mo­da­li­tä­ten, Zu­satz­an­ge­bo­te oder Ver­trags­lauf­zeit. Der Grund­ver­sor­gungs­ta­rif ist häufig der teu­ers­te Tarif. Wer diesen bezieht, kann schon mit einem Ta­rif­wech­sel beim bis­he­ri­gen An­bie­ter Geld sparen. Die Stadt­wer­ke Ep­pin­gen bei­spiels­wei­se hat auch ver­schie­de­ne Tarife. Nicht immer ist der Grund für einen Ta­rif­wech­sel der Preis. Manche Kunden suchen auch nach anderen Lö­sun­gen. Während sie für die So­lar­strom­an­la­ge sparen, suchen sie sich einen An­bie­ter, der Strom aus er­neu­er­ba­ren En­er­gi­en an­bie­tet.

Wer die einzelnen Anbieter genauer vergleichen möchte und vielleicht für den Anbieterwechsel noch eine Prämie bekommen möchte, kann auf dieser Webseite nachschauen. Praxistipp: Es ist auf jeden Fall sinnvoll, vor dem Anbieterwechsel noch einmal auf der Internetseite des Anbieters nachzuschauen, ob die Angaben des Vergleichsportals noch aktuell sind.

Der Wechselbonustrick

Viele Vergleichsportale bieten den Kunden einen Wechselbonus an, mit dem sich der Strompreis für das erste Jahr schönrechnen lässt. Der günstige Preis gilt dann nur für das erste Jahr. Ab dem zweiten Jahr ist ein höherer Preis zu bezahlen, weil der Bonus dann wegfällt. Beim Vergleich der Preise sollten Kunden dies berücksichtigen und die Angebote genau prüfen. Vor allem, wenn nicht jedes Jahr aufs Neue ein Stromanbieterwechsel geplant ist. Auch Tarife mit Vorauszahlung sind mit Vorsicht zu genießen. Das Geld lässt sich, im Fall dass der Lieferant Insolvenz anmelden muss, in der Regel nicht zurückholen. Monatliche Teilbeträge sind in jedem Fall besser.


Den richtigen Stromanbieter finden

Strom ist genau genommen ein Produkt wie jedes andere auch. Gut und gleichzeitig günstig ist zwar selten, aber es gibt diese Anbieter. Ein kritischer Blick auf die verschiedenen Lieferanten hilft dabei, den richtigen Anbieter zu finden. Bei den meisten Vergleichsportalen haben Kunden die Möglichkeit, ihren Stromanbieter zu bewerten. Dort sind dann auch kritische Stimmen zu finden. Wenn ein Anbieter zu viel schlechte Kritik bekommt, ist das kein gutes Zeichen. Es kann sich dann um einen Billiganbieter handeln, der auf Kosten der Servicequalität die niedrigen Preise anbieten kann. Wer nicht einfach nach dem günstigsten Wettbewerber sucht, kann in Eppingen und Umgebung auch ganz gezielt nach kommunalen Stromversorgern oder den Stadtwerken suchen. Häufig beliefern sie nicht nur die eigene Region, sondern haben ihr Verbreitungsgebiet ausgedehnt.

Beachtung der Kündigungsfrist

Viele der bestehenden Stromversorgungsverträge lassen sich zu einem ganz bestimmten Stichtag im Jahr kündigen oder verlängern. Ist der Stichtag verstrichen, laufen sie automatisch ein Jahr weiter. Die Kündigungsfrist liegt immer vor diesem Stichtag und kann mehrere Wochen betragen. Kunden, die einen Wechsel planen, sollten sich rechtzeitig um die Vertragsdetails ihres Anbieters kümmern und aktiv werden. 

Tipp: Kündigt der bisherige Anbieter eine Preiserhöhung an, dann gilt diese Kündigungsfrist nicht. Kunden können dann den Vertrag innerhalb einer bestimmten Frist auflösen. Die Frist beträgt häufig nur zwei Wochen seit Bekanntgabe der Preiserhöhung in einem Anschreiben.

Damit es beim Anbieterwechsel nicht zu Problemen kommt, sollten die Kunden zum Stichtag auf jeden Fall selbst den Stromzähler ablesen, am besten mit einem Zeugen.
Damit es beim Anbieterwechsel nicht zu Problemen kommt, sollten die Kunden zum Stichtag auf jeden Fall selbst den Stromzähler ablesen, am besten mit einem Zeugen. / Pixabay © geralt

Einfacher Wechsel

Der Wechsel ist wesentlich einfacher als die Suche nach einem neuen Anbieter. Denn in der Regel läuft es so, dass der neue Anbieter sich mit dem bisherigen Lieferanten in Verbindung setzt, den bestehenden Vertrag kündigt und zum vertraglich vereinbarten Termin die Stromlieferung übernimmt. So kommt es nicht zu Problemen bei der Stromversorgung. Dabei muss der neue Anbieter die Wohnung des Kunden nicht einmal betreten. Zum Stichtag ist es notwendig, den Zählerstand abzulesen. Das kann der Kunde jedoch selbst übernehmen. Am einfachsten geht dies mit einem aktuellen Foto vom Zählerstand. Den Zählerstand oder das Foto schickt der Kunde dann einfach an seinen neuen Anbieter. 

 

Tipp: Wenn zum Ablauf des alten Vertrages weder der alte noch der neue Stromanbieter nach dem aktuellen Zählerstand fragt, sollten Kunden die Initiative ergreifen. Am besten ist es, den Zählerstand – möglichst mit einem Zeugen – zu notieren. Das kann spätere Abrechnungsprobleme vermeiden helfen. Sollten die geleisteten Abschlagszahlungen den letztendlich zu zahlenden Betrag der Endabrechnung übersteigen, gibt es eine Erstattung der zu viel gezahlten Beträge.

Dass ein Kunde beim Anbieterwechsel gänzlich ohne Strom dasteht, kann in Deutschland nicht passieren. Hier hat der Gesetzgeber vorgesorgt. / Pixabay © didgeman
Dass ein Kunde beim Anbieterwechsel gänzlich ohne Strom dasteht, kann in Deutschland nicht passieren. Hier hat der Gesetzgeber vorgesorgt. / Pixabay © didgeman

Kann ein Kunde plötzlich ohne Strom dastehen?

Viele Kunden sind bei einem Anbieterwechsel besorgt. Sie fragen sich, ob sie möglicherweise ohne Strom dastehen, wenn etwas schiefläuft. Manchmal läuft der Wechsel nicht ganz reibungslos ab. Diese Angst ist berechtigt. Allerdings hat das nicht zur Folge, dass die Lichter ausgehen und der Kunde dann plötzlich keinen Strom mehr bekommt. Bevor der Kunde keinen Strom mehr bekommt, springt der örtliche Grundversorger EnBW ein. Das gilt auch, wenn der andere Stromanbieter Insolvenz anmelden muss. Der Grundversorger ist gesetzlich dazu verpflichtet, die Kunden mit Energie zu versorgen.

 
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