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Veröffentlicht am 24.09.2020, ZaberfeldAnzeige

Viel zu feiern im Naturpark Stromberg-Heuchelberg

Der Naturpark Stromberg-Heuchelberg begeht im Jahr 2020 sein 40jähriges Jubiläum.

von Naturpark Stromberg-Heuchelberg

Stolz auf das in 40 jahren erreichte: (v.l.n.r.) Naturparkvorsitzender Andreas Felchle, sein Vorgänger Wulf-Karl Krafft, Naturparkgeschäftsführer Dietmar Gretter und Roland Schöttle vom Verband Deutscher Naturparke  / Foto: Naturpark Stromberg-Heuchelberg
Stolz auf das in 40 jahren erreichte: (v.l.n.r.) Naturparkvorsitzender Andreas Felchle, sein Vorgänger Wulf-Karl Krafft, Naturparkgeschäftsführer Dietmar Gretter und Roland Schöttle vom Verband Deutscher Naturparke
Foto: Naturpark Stromberg-Heuchelberg

„Na­tur­park wirkt“, so das Resümee des Na­tur­park­vor­sit­zen­den Andreas Felchle bei der Rück­schau auf 40 Jahre Na­tur­park­ar­beit an­läss­lich der Ju­bi­lä­ums­fei­er­stun­de in der Her­zogs­kel­ter in Güg­lin­gen. Ein höchst er­freu­li­ches Er­eig­nis im vier­zigs­ten Jahr des Be­stehens: das Re­gie­rungs­prä­si­di­um Stutt­gart fer­tig­te un­längst die Ver­ord­nungs­än­de­rung aus, in der ein Grö­ßen­zu­wachs um rund 7.600 auf knapp 40.800 Hektar Na­tur­park­flä­che fest­ge­legt wurde. 

„Die sieben Na­tur­par­ke im Land sind ein Er­folgs­mo­dell in Ba­den-Würt­tem­berg. Sie sind ein Gewinn für die Men­schen und die Natur glei­cher­ma­ßen. Seit seiner Grün­dung flossen mehr als 5,5 Mil­lio­nen Euro an Lan­des­för­der­mit­teln alleine in den Na­tur­park Strom­berg-Heu­chel­berg. Damit konnten rund 500 Pro­jek­te mit einem Ge­samt­vo­lu­men von elf Mil­lio­nen Euro um­ge­setzt werden. Ich gra­tu­lie­re den Ak­teu­ren vor Ort und den Bür­ge­rin­nen und Bürgern der ge­sam­ten Region ganz herz­lich zum sehr schönen und runden Ju­bi­lä­um des Na­tur­parks Strom­berg-Heu­chel­berg“, sagte der Mi­nis­ter für Länd­li­chen Raum und Ver­brau­cher­schutz, Peter Hauk MdL.

Auch der Verband Deut­scher Na­tur­par­ke (VDN), bun­des­wei­ter Dach­ver­band der 104 Na­tur­par­ke, brachte gute Kunde zum Ju­bi­lä­um des Strom­berg-Heu­chel­berg. Vor­stands­mit­glied Roland Schött­le über­reich­te eine Eh­ren­ur­kun­de zum Ju­bi­lä­um und zeich­ne­te den Na­tur­park auch gleich als Qua­li­täts­na­tur­park im Rahmen der Qua­li­täts­of­fen­si­ve des VDN aus. Der Strom­berg-Heu­chel­berg hatte im Sommer bereits zum zweiten Mal er­folg­reich an dieser Zer­ti­fi­zie­rung teil­ge­nom­men.

Die An­fangs­zeit

Felchle, der im Ju­bi­lä­ums­jahr des Na­tur­parks sei­ner­seits auf 20 Jahre als Na­tur­park­vor­sit­zen­der zu­rück­bli­cken kann, konnte in seiner An­spra­che auf viele Mei­len­stei­ne während des Be­stehens des Gro­ß­schutz­ge­bie­tes ver­wei­sen. Die Ein­rich­tung eines Na­tur­parks war vor 40 Jahren nicht un­um­strit­ten. Neben Be­fürch­tun­gen, der Na­tur­park würde die Pla­nungs­ho­heit der Ge­mein­den ein­schrän­ken, gab es unter anderem Be­den­ken, dass etwa Kühe an ge­häck­sel­ten Co­la­do­sen im Futter ver­en­den könnten, zu­rück­ge­las­sen von den an­ge­lock­ten Stutt­gar­ter Tou­ris­ten. Nach seiner Grün­dung im Jahr 1980 im Rahmen eines Fest­ak­tes in Maul­bronn habe zu­nächst tat­säch­lich der Ausbau der Er­ho­lungs­in­fra­struk­tur im Vor­der­grund ge­stan­den. Grill­hüt­ten, Rast­plät­ze, Bänke, aber auch at­trak­ti­ve Wan­der­mög­lich­kei­ten wie der Ep­pin­ger-Li­ni­en-Weg oder der Wal­den­ser-Weg wurden ein­ge­rich­tet. Die fi­nan­zi­el­le För­de­rung der Müll­be­sei­ti­gung an Er­ho­lungs­schwer­punk­ten oder von land­schafts­pfle­ge­ri­schen Maß­nah­men wie der Pflege von Hecken und Feld­ge­höl­zen prägte über Jahre die Na­tur­park­ar­beit. 

Na­tur­park­zen­trum ent­steht

In den ver­gan­ge­nen 15 Jahren rückten ver­mehrt re­gio­nal be­deut­sa­me Pro­jek­te in den Vor­der­grund, für die der Na­tur­park selbst die Trä­ger­schaft über­nahm. Die lange er­sehn­te Ein­rich­tung eines Na­tur­park­zen­trums, die Aus­bil­dung von Na­tur­park­füh­rern oder die Zer­ti­fi­zie­rung von Schulen als Na­tur­park­schu­len im Bereich Um­welt­bil­dung und Öf­fent­lich­keits­ar­beit, die Stär­kung der Re­gio­nal­ver­mark­tung durch Ver­an­stal­tun­gen wie Na­tur­park­märk­te, Brunch auf dem Bau­ern­hof oder Ge­nuss­Scheu­nen, die Zer­ti­fi­zie­rung des Ep­pin­ger-Li­ni­en-We­ges zum Qua­li­täts­wan­der­weg, die Ein­rich­tung der Wan­der3Klän­ge oder der Ep­pin­ger-Li­ni­en-Wan­der­ma­ra­thon im Bereich der Er­ho­lung. 

Na­tur­schutz

Im Hand­lungs­feld Na­tur­schutz sind vor allem die Wie­der­ent­de­ckung der Wild­kat­ze im Jahr 2011 sowie das Projekt Blü­hen­de Na­tur­par­ke als Beitrag gegen das In­sek­ten­ster­ben zu nennen. Allen Pro­jek­ten ge­mein­sam: immer geht es darum, einen Aus­gleich zwi­schen Mensch und Natur zu schaf­fen.

Mit der Stär­kung der Ei­gen­pro­jek­te und der Aus­wei­tung der Na­tur­park­ver­an­stal­tun­gen und deren Be­wer­bung, z. B. durch Plakate, stieg auch die Be­kannt­heit des Na­tur­parks. Auch die In­ten­si­vie­rung der Öf­fent­lich­keits­ar­beit über Presse und soziale Medien konnte dazu bei­tra­gen.
Felchle hob be­son­ders die Kon­ti­nui­tät in Sachen Per­so­nal im Na­tur­park hervor. In den 40 Jahren seines Be­stehens hätten (le­dig­lich) zwei Na­tur­park­vor­sit­zen­de sowie vier Ge­schäfts­füh­rer die Ge­schi­cke des Trä­ger­ver­eins gelenkt.

„Ein Na­tur­park ist kein Zustand, den man ir­gend­wann er­reicht hat, sondern ein Prozess mit immer neuen Auf­ga­ben­stel­lun­gen“, re­sü­mier­te Felchle seine Rück­schau. Die Phi­lo­so­phie des Na­tur­parks in den ver­gan­ge­nen 40 Jahren sei es immer gewesen, der Region at­trak­ti­ve An­ge­bo­te für eine nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung zu machen und nicht, sie zu re­gle­men­tie­ren. Dies wolle der Na­tur­park aus Über­zeu­gung auch in Zukunft so bei­be­hal­ten, so Felchle.

Im Ju­bi­lä­ums­jahr seien keine großen Fei­er­lich­kei­ten geplant gewesen. Der Na­tur­park wollte sich prä­sen­tie­ren mit seinen Ver­an­stal­tun­gen und Pro­jek­ten. Dar­un­ter High­lights wie die Aus­stel­lung zum Wolf im Na­tur­park­zen­trum oder die Er­öff­nung der neuen Wild­kräu­ter­welt Za­ber­feld. Das Jah­res­pro­gramm sah ins­ge­samt fast 150 Ver­an­stal­tun­gen mit Märkten, Ge­nuss­Scheu­nen und viel­fäl­ti­gen An­ge­bo­ten der Na­tur­park­füh­rer vor. Wegen der Co­vi­d19-Pan­de­mie konnte vieles davon nicht um­ge­setzt werden. Für den Na­tur­park­vor­sit­zen­den „kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken“.

Die Pan­de­mie habe al­ler­dings gezeigt, wie wichtig ein in­tak­tes Umfeld für die Be­völ­ke­rung sei. Von der Ver­sor­gung mit ge­sun­den Le­bens­mit­teln bis hin zur Frei­zeit­ge­stal­tung, als Ort psy­cho-so­zia­len Aus­gleichs. Felchle sieht darin An­zei­chen der drin­gen­den Not­wen­dig­keit, das ge­sell­schaft­li­che Handeln und die Arbeit des Na­tur­parks auf eine um­fas­send nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung aus­zu­rich­ten, ein­ge­bun­den in die na­tio­na­len und welt­wei­ten Ziel­sys­te­me und Ak­ti­ons­plä­ne. 

Nach­hal­tig­keit beginnt im Kopf

Wer hier etwas er­rei­chen wolle, müsse die Men­schen mit­neh­men, ganz nach dem Motto: Nach­hal­tig­keit beginnt im Kopf. Umso wich­ti­ger für Felchle in diesem Zu­sam­men­hang die Ar­ron­die­rung des Na­tur­parks, mit der jetzt u.a. auch die Za­ber­g­äu­ge­mein­den kom­plett, d.h. mit ihren Orts­et­tern, in der Kulisse des Na­tur­parks liegen.

Der Na­tur­park­vor­sit­zen­de dankte zum Schluss den vielen Ak­teu­ren, die in den vier Jahr­zehn­ten seines Be­stehens an der er­folg­rei­chen Arbeit des Na­tur­parks mit­ge­wirkt hätten: dem Land für fi­nan­zi­el­le und per­so­nel­le Un­ter­stüt­zung, den Na­tur­park­mit­glie­dern für ihren so­li­da­ri­schen Zu­sam­men­halt, dem Na­tur­park­team um Na­tur­park­ge­schäfts­füh­rer Dietmar Gretter und un­ge­zähl­ten eh­ren­amt­li­chen Ak­teu­ren, Freun­den und Part­nern für ihr großes En­ga­ge­ment.

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