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Wirtschaft

Veröffentlicht am 25.08.2020, Eppingen

Welche Auswirkung hat Corona auf die Ausbildungsplatzsuche?

War es in diesem Jahr schwerer die passende Stelle zu finden?

von EPPINGEN.org Redaktion

Foto: pexels #3153199; Canva Studio
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Einige Be­trie­be sind durch die Co­ro­na-Pan­de­mie in eine Schief­la­ge geraten. So manche Firma musste zwi­schen­zeit­lich Kurz­ar­beit an­mel­den, manche wissen immer noch nicht, wie es weiter geht. Anderen Firmen hin­ge­gen geht es wirt­schaft­lich sehr gut. Wie wirken sich die Folgen des Lock­downs auf die­je­ni­gen aus, die noch gar nicht auf dem Ar­beits­markt an­ge­kom­men sind? Wie leicht ist es, in diesem Jahr seinen Trau­m­aus­bil­dungs­platz zu finden?

Tat­säch­lich agier­ten vor allem zu Beginn der Krise Un­ter­neh­men und Hand­werks­be­trie­be ver­hal­ten, wenn es um die Ein­stel­lung neuer Azubis ging.

Die ak­tu­el­len Zahlen der neu­ein­ge­tra­ge­nen Aus­bil­dungs­ver­hält­nis­se bei der in der Region Heil­bronn-Fran­ken liegen Ende Juni dieses Jahres bei 2410. Dies ent­spricht im Ver­gleich zum Vorjahr einem Minus von 13 Prozent. „Wir gehen davon aus, dass sich dieses Minus im Laufe des Jahres noch ver­rin­gert.“, so Detlef Schulz-Kuhnt, Pres­se­spre­cher der IHK Heil­bronn-Fran­ken. Kerstin Lüch­ten­borg, Lei­te­rin der Ab­tei­lung Be­rufs­bil­dung der Hand­werks­kam­mer Heil­bronn-Fran­ken, stellte bei den Hand­werks­be­trie­ben der Region eben­falls eine zu­rück­hal­ten­de Aus­bil­dungs­be­reit­schaft zu Beginn der Krise fest: 

Foto: pixabay #3653899; Rudy and Skitterians
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„Im April 2020 hatten wir ein Minus von 20 Prozent bei den Neu­ein­tra­gun­gen. Das hat sich im Mai auf ein Minus von 16,5 Prozent und im Juni auf ein Minus von 15,5 Prozent re­du­ziert.“ Dennoch blickt sie op­ti­mis­tisch in die Zukunft: „In dem Maße, wie sich Wirt­schaft und Schule wieder nor­ma­li­sie­ren, wird auch die Zahl der Neu­ein­tra­gun­gen wieder steigen, denn: Das Hand­werk ist die Wirt­schafts­macht von nebenan und in der Krise hat sich gezeigt, was le­bens­re­le­van­te Ar­beits­be­rei­che sind. Diese sind un­ver­zicht­bar und haben immer eine Zukunft.“ Um Un­ter­neh­men bei der Aus­bil­dung zu un­ter­stüt­zen, wird es zum Bei­spiel eine Aus­bil­dungs­prä­mie für kleine und mitt­le­re Un­ter­neh­men geben.

Schwie­rig­kei­ten sind stark bran­chen­ab­hän­gig

Die an­ge­bo­te­nen Aus­bil­dungs­plät­ze sind stark bran­chen­ab­hän­gig. „Wir wissen aus zahl­rei­chen Ge­sprä­chen mit Un­ter­neh­men aus Gas­tro­no­mie, Ein­zel­han­del, Tou­ris­mus und Ver­an­stal­tungs­we­sen, dass dort die Aus­bil­dungs­be­reit­schaft stark ab­ge­nom­men hat. Hier stehen viele Un­ter­neh­men vor einer exis­ten­zi­el­len Be­dro­hung ihrer Un­ter­neh­men und Aus­bil­dungs­an­ge­bo­te haben dann ver­ständ­li­cher­wei­se nicht die höchste Prio­ri­tät.“, erklärt Schultz-Kuhnt. Auf­grund des re­du­zier­ten Ge­schäfts­be­trie­bes ist es zudem einigen Be­trie­ben nicht möglich, die sonst üb­li­chen Aus­bil­dungs­ab­läu­fe zu ge­währ­leis­ten. Das beginnt bereits bei den ge­plan­ten Be­wer­bungs­ge­sprä­chen oder Ein­stel­lungs­ter­mi­nen, die auf­grund von Kurz­ar­beit nicht selten vertagt werden.

Auch auf der Be­wer­ber­sei­te herrsch­te hier in den ver­gan­ge­nen Monaten zum Teil eine Un­si­cher­heit, wie Alisa Ernst­ber­ger, Per­so­nal­re­fe­ren­tin der DJHN bei ihren Be­wer­ber*innen fest­stel­len konnte „Bekomme ich meinen Ab­schluss und wann?“ war hier die Frage, die sich viele stell­ten. „Bei unseren Be­wer­bun­gen zum FSJ haben wir gemerkt, dass sie kurz­fris­ti­ger als in den Vor­jah­ren kamen“, erklärt die Per­so­nal­re­fe­ren­tin. Man­cher­orts haben sich Be­wer­bungs­fris­ten und auch der Stu­di­en­be­ginn deut­lich nach hinten ver­scho­ben. „Viele haben sich viel­leicht auch daher für ein Frei­wil­li­ges So­zia­les Jahr (FSJ) ent­schie­den, da es ihnen für das nächste Jahr Si­cher­heit bietet.“, erklärt Ernst­ber­ger. Hier sind für Kurz­ent­schlos­se­ne auch noch weitere FSJ-Plät­ze zu ver­ge­ben. Bei stetig wach­sen­dem Bedarf hat, die DJHN über­dies ihre Chance genutzt und in diesem Jahr im Ver­gleich zum Vorjahr daher gleich drei weitere Aus­bil­dungs­plät­ze besetzt. Für das Jahr 2021 soll die Anzahl der Aus­bil­dungs­plät­ze zum*zur Jugend- und Heim­er­zier*in, bzw. die dualen Stu­di­en­plät­ze mit Schwer­punkt soziale Arbeit, sowie die Aus­bil­dungs­plät­ze im Ver­wal­tungs­be­reich min­des­tens kon­stant bleiben.

In anderen Bran­chen konnte die Anzahl der Aus­bil­dungs­plät­ze eben­falls erhöht werden. So bildet das in Ep­pin­gen an­säs­si­ge Un­ter­neh­men H+W statt wie bisher einen nun ab Herbst ins­ge­samt drei Azubis in den Be­rei­chen La­ger­lo­gis­tik, Bü­ro­ma­nage­ment und Werk­stoff­prü­fung aus.

Azubis drin­gend gesucht

In der Bau­bran­che im Kreis Heil­bronn mangelt es gar an Lehr­lin­gen. Zurzeit sind noch 75 Prozent der Aus­bil­dungs­plät­ze un­be­setzt, so die In­dus­trie­ge­werk­schaft Bau­en-Agrar-Um­welt. Reli Glas­tech­no­lo­gie in Ep­pin­gen-Rohr­bach sucht eben­falls noch ver­zwei­felt eine*n Azubi. Be­triebs­lei­ter Luca Liardo: „Wir sind nach wie vor ver­zwei­felt auf der Suche nach gutem Per­so­nal. Wir hatten schon seit drei Jahren keine si­gni­fi­kan­ten Be­wer­bun­gen für eine Aus­bil­dung zum Flach­glas­me­cha­ni­ker (m/w/d), hier hat sich leider nichts ge­än­dert.“

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