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Veröffentlicht am 09.07.2020, Eppingen

Der Pfeifferturm

Das Wahrzeichen der Stadt

von EPPINGEN.org Redaktion

Archivbild

Gebaut wurde das heutige Wahrzeichen der Stadt wohl bereits 1191/92. Damit wäre er das älteste noch existierende Gebäude der Stadt. Es war die Zeit der  Erhebung Eppingens zur Reichsstadt durch den Staufferkaiser Heinrich VI. und der damit notwendig gewordenen Befestigung mit Stadttoren und Stadtmauer.

Woher hat der trutzige Pfeifferturm seinen Namen?

Jahrhundertelang diente er als Wachturm vor Angreifern und Eindringlingen aus dem französischen Raum. Vermutlich gab es in den oberen Stockwerken für den städtischen Türmer eine Wohnung. Da sich Feinde nicht an feste Zeiten halten, musste er 24 Stunden am Tag auf der Hut sein. Anmarschierende Truppen oder ein ausbrechendes Feuer konnte der Türmer weithin erkennen. Um die Bewohner zu warnen, griff er bei Gefahr in ein stark gekrümmtes Horn aus Zink und blies mehrmals kräftig hinein. Das Signalhorn muss wohl wie ein Pfeifen geklungen haben. Deshalb wurden Türmer kurzerhand Stadtpfeifer und das Bauwerk konsequenterweise Pfeifferturm genannt.

Gefängnis in luftiger Höhe 

Zwischenzeitlich wurde der Turm als Gefängnis eingesetzt. Eine erste Erwähnung diesbezüglich findet sich 1662. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als Eppingen zur badischen Bezirksamtsstadt erhoben wurde, baute man den Pfeifferturm nachweislich zum Gefängnis für den Amtsbezirk um. Vom dritten bis zum siebten Stock diente er von 1829 bis 1859 als solches. Im Anschluss benutzte ihn ein Eisenhändler als Lager. Ab 1935 wurde im Turm das erste Heimatmuseum der Stadt eingerichtet. 

Der Turm misst heute eine Dachspitzhöhe von 30 Metern und eine Traufhöhe von 22 Metern, die Aussichtsplattform befindet sich auf 24 Metern Höhe. Im ersten Obergeschoss beträgt die Mauerstärke 1,85 Meter, im sechsten Obergeschoss sind es „nur“ noch 0,6 Meter. Typisch für die Erbauungszeit sind die sehr kräftigen Buckelquader, gebrochen aus heimischem Schilfsandstein. Das heutige Aussehen des Turms mit dem schiefergedeckten Laternendach geht wohl auf das Jahr 1791 zurück, als die Turmspitze erneuert werden musste. Bis dahin besaß er einen mehrstöckigen Fachwerkaufsatz.

Zu Anfang des neuen Jahrtausends bedurfte der Turm einer behutsamen Renovierung, die 2002 zusammen mit dem Landesdenkmalamt erfolgte. Die Sanierungsschwerpunkte waren das Dach, die Sandsteinmauern und der Schutz vor Taubenkot.

Besichtigungen:

  • Mai bis Oktober: jeden 1. Sonntag im Monat, 14 - 16 Uhr (Eintritt frei) 
  • Besuchergruppen auf Anfrage
 
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