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Veröffentlicht am 04.05.2020, Eppingen

Eppinger Heimattage finden 2020 nicht statt

Aus der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates vom 28. April 2020

von EPPINGEN.org Redaktion

EPPINGEN.org

Über eine Ver­schie­bung der Hei­mat­ta­ge wird im Herbst ent­schie­den

Der Ge­mein­de­rat hat in seiner öf­fent­li­chen Sitzung am 28. April die Ep­pin­ger Hei­mat­ta­ge für das Jahr 2020 auf­grund der Co­ro­na-Pan­de­mie ein­stim­mig ab­ge­sagt. „Sämt­li­che Gro­ß­ver­an­stal­tun­gen dürfen bis 31. August nicht durch­ge­führt werden“, be­grün­de­te Ober­bür­ger­meis­ter Klaus Ho­lasch­ke die Ent­schei­dung. Vor­aus­sicht­lich im Herbst soll darüber ent­schie­den werden, ob und wann die 9. Ep­pin­ger Hei­mat­ta­ge doch noch ge­fei­ert werden können. Denkbar ist die Durch­füh­rung im Gar­ten­schau­jahr 2021. Mög­li­cher­wei­se könnte dann auch die ohnehin vor­han­de­ne In­fra­struk­tur genutzt werden. Ei­gent­lich wird 2021 auch das Ep­pin­ger Alt­stadt­fest ge­fei­ert. Ob drei Gro­ß­ver­an­stal­tun­gen in einem Jahr – Gar­ten­schau, Hei­mat­ta­ge und Alt­stadt­fest – die eh­ren­amt­li­chen Helfer in den Ver­ei­nen und Or­ga­ni­sa­tio­nen nicht über­for­dert, muss eben­falls bedacht werden. Durch die Co­ro­na-Pan­de­mie fallen viele Ver­an­stal­tun­gen aus. Der Ter­min­ka­len­der 2021 muss daher auch mit den Stadt­tei­len und Nach­bar­ge­mein­den ab­ge­stimmt werden.

Tur­nus­ge­mäß werden die Hei­mat­ta­ge alle zehn Jahre ge­fei­ert und waren vom 17. bis 21. Juli vor­ge­se­hen. Feste Be­stand­tei­le sind die Jahr­gangs­tref­fen mit dem Besuch der aus­wärts le­ben­den Ep­pin­ger in ihrer Hei­mat­stadt aus vielen Ländern. Auch wird ein großes Fest­zelt für 1.000 Be­su­cher und um­fang­rei­chem Fest­pro­gramm ge­stellt. Ein Fest­um­zug lockt Tau­sen­de von Teil­neh­mern und Be­su­chern an. Der Kampf gegen die Co­ro­na-Pan­de­mie bringt er­heb­li­che Ein­schnit­te und Ein­schrän­kun­gen des ge­sam­ten ge­sell­schaft­li­chen und wirt­schaft­li­chen Lebens mit sich. Zwangs­läu­fig gehört auch die Absage der Ep­pin­ger Hei­mat­ta­ge 2020 dazu, für die mit Kosten von 120.000 Euro ge­rech­net wurde.


Bau­ar­bei­ten für die Gar­ten­schau Ep­pin­gen laufen mit Hoch­druck weiter

Ver­ga­ben für den Was­ser­spiel­platz und das Holz­deck beim Stadt­wei­her
Park­platz im An­schluss an die be­stehen­de Wohn­be­bau­ung des Al­berts­bergs


Mit Hoch­druck laufen die Bau­ar­bei­ten für die Gar­ten­schau Ep­pin­gen vom 7. Mai bis 12. Sep­tem­ber 2021 weiter. Der Ge­mein­de­rat er­teil­te in seiner öf­fent­li­chen Sitzung am 28. April die Auf­trä­ge für die Zim­me­rer- und Stahl­bau­ar­bei­ten für das Holz­deck am Stadt­wei­her sowie die Garten- und Land­schafts­bau­ar­bei­ten beim Was­ser­spiel­platz für rund eine Million Euro. Befüllt ist zwi­schen­zeit­lich der Stadt­wei­her, der zu­sam­men mit der Holz­ter­ras­se und den Sitz­stu­fen einer der Mei­len­stei­ne der Gro­ß­ver­an­stal­tung dar­stellt. Die Zim­me­rer- und Stahl­bau­ar­bei­ten führt die Firma Walter Lang GmbH aus Ep­pin­gen aus, die mit 496.800 Euro brutto das güns­tigs­te Angebot ab­ge­ge­ben hat. Die Holz­ter­ras­se am Stadt­wei­her wird auf einer Höhe von 30 Zen­ti­me­ter über dem Was­ser­spie­gel des Weihers an­ge­ord­net. Die gro­ß­zü­gi­ge und frei be­spiel­ba­re Fläche mit ca. 740 Qua­drat­me­ter ist über zwei Treppen und eine bar­rie­re­freie Rampe er­reich­bar. Der Hö­hen­un­ter­schied von einem Meter zur an­gren­zen­den We­ge­füh­rung wird über Sitz­stu­fen über­wun­den, die sich aus der Holz­flä­che her­aus­fal­ten. Für Ver­an­stal­tun­gen während der Gar­ten­stau werden Strom- und Trink­was­ser­an­schlüs­se ein­ge­plant. Ein­ge­deckt wird die Ter­ras­se mit Ei­chen­holz­boh­len. Das Trag­werk sieht Auf­la­ger auf Kant­höl­zern auf einer Un­ter­kon­struk­ti­on aus Stahl vor, die über Punkt­fun­da­men­te gründet. 

Großer Was­ser­spiel­platz als Haupt­at­trak­ti­on

Ein großer Spiel­platz auf dem Stein­platz bildet eine Haupt­at­trak­ti­on der neuen Park­an­la­gen und des Spiel­an­ge­bots auf dem Gar­ten­schau­ge­län­de. Das Thema „Wasser und For­schen“ aus der Spiel­flä­chen­leit­kon­zep­ti­on wurde in der Ent­wurfs­pla­nung wei­ter­ent­wi­ckelt und in kon­kre­te Spiel­ide­en aus­for­mu­liert. Auf ca. 650 Qua­drat­me­ter Fläche wird das Thema Spielen am und mit Wasser als urbane Version einer Fluss­land­schaft in­ter­pre­tiert. Die Garten- und Land­schafts­bau­ar­bei­ten führt die Firma Becker aus Zu­zen­hau­sen im Zeit­raum von Juni bis De­zem­ber aus. Die Firma Becker ist bereits auf dem Gar­ten­schau­ge­län­de tätig und hat mit 508.600 Euro Brut­to­kos­ten das güns­tigs­te Angebot ab­ge­ge­ben.
Bau­be­schluss für einen tem­po­rä­ren Park­platz im An­schluss an die be­stehen­de Wohn­be­bau­ung des Al­berts­bergs

Für die zahl­rei­chen Be­su­cher der Gar­ten­schau Ep­pin­gen wird am nörd­li­chen Stadt­rand im An­schluss an die be­stehen­de Wohn­be­bau­ung des Bau­ge­biets „Al­berts­berg“ ein tem­po­rä­rer Park­platz er­rich­tet. Der Ge­mein­de­rat fasste den Bau­be­schluss mit Her­stel­lungs­kos­ten von 405.000 Euro. Auf einer Fläche von 2,6 Hektar können rund 1.200 PKW-Stell­plät­ze er­rich­tet werden. Davon wird un­ge­fähr ein Drittel der Plätze vor­aus­sicht­lich täglich genutzt. Die übrigen Flächen sind Re­ser­ve­flä­chen für die hoch­fre­quen­tier­ten Tage. Der re­gel­mä­ßig ge­nutz­te Bereich 1 wird mit Schot­ter­ma­te­ri­al be­fes­tigt und die ein­zel­nen Park­fel­der dau­er­haft mit Holz­pfos­ten und Ab­sperr­bän­dern ge­kenn­zeich­net. Die Re­ser­ve­flä­chen (Bereich 2) bleiben kom­plett un­be­fes­tigt und werden als Ra­sen­flä­che her­ge­stellt. An­ge­bun­den wird der Park­platz über eine Rechts­ab­bie­ge­spur an die Lan­des­stra­ße 1110 Ep­pin­gen-Ri­chen. Hierzu wird auf der Höhe der Zu­fahrts­stra­ße zwi­schen den Be­rei­chen 1 und 2 eine Ab­bie­ge­spur tem­po­rär an­ge­baut und auf den ersten 20 Metern asphal­tiert. Die Rest­stre­cke der Zufahrt wird ge­schot­tert. Vor­ge­se­hen ist die Be­wirt­schaf­tung des Park­plat­zes mit Schran­ken­an­la­gen und Zäunen. Auf einem un­be­bau­ten Grund­stück an­gren­zend an die Wohn­be­bau­ung wird ein Sam­mel­platz als Dreh­schei­be ein­ge­rich­tet. Dort kann ein Shut­tle­bus halten, der die Park­gäs­te zum Gar­ten­schau­ge­län­de bringt. Al­ter­na­tiv gelangt man von hier aus auch fu­ß­läu­fig über den Al­berts­berg und die Trep­pen­an­la­ge in die In­nen­stadt. Nach Be­en­di­gung der Gar­ten­schau wird der Park­platz voll­stän­dig be­sei­tigt und die Fläche in ihren Ur­sprungs­zu­stand zu­rück­ver­setzt. Um dies zu ge­währ­leis­ten, muss die gesamte Schot­ter­flä­che mit einem Geo­tex­til­vlies aus­ge­legt werden. 

Er­fah­rungs­ge­mäß reisen etwa 40 Prozent der Be­su­cher einer Gar­ten­schau mit der Bahn an. An nor­ma­len Tagen werden 1.800 bis 2.000 Be­su­cher auf dem Gelände er­war­tet, an Wo­chen­en­den bis zu 4.000 Be­su­cher. Spit­zen­ta­ge ver­zeich­nen bis zu 5.000 Be­su­cher, die zu 60 Prozent mit dem Pri­vat-PKW oder Bussen an­rei­sen.  


Co­ro­na-Kri­se wirkt sich dra­ma­tisch auf den städ­ti­schen Haus­halt aus

Ge­wer­be­steu­er­ein­nah­men fast hal­biert

Die dy­na­mi­sche Ver­brei­tung des Co­ro­na-Vi­rus bringt welt­wei­te wirt­schaft­li­che Folgen mit sich. In vielen Be­rei­chen ist derzeit noch nicht ab­seh­bar, wie sich die ak­tu­el­len Ent­wick­lun­gen auch in fi­nan­zi­el­ler Hin­sicht aus­wir­ken und welche Ein­bu­ßen hin­ge­nom­men werden müssen. Die Stadt­käm­me­rei in­for­mier­te den Ge­mein­de­rat in der öf­fent­li­chen Sitzung am 28. April über zu er­war­ten­de fi­nan­zi­el­le Be­las­tun­gen für die Stadt. Noch vor der Som­mer­pau­se wird die Ver­wal­tung einen Nach­trags­haus­halt vor­le­gen, in dem sich das Planer­geb­nis we­sent­lich ver­schlech­tern wird. Bei einem Rück­gang der Ge­wer­be­steu­er im Land­kreis muss auch damit ge­rech­net werden, dass die Kreis­um­la­ge stark an­stei­gen wird.

 Für Schutz­maß­nah­men der Be­völ­ke­rung plant die Stadt aktuell 300.000 Euro ein. Die Schlie­ßung bzw. Re­du­zie­rung zahl­rei­cher wirt­schaft­li­cher Be­rei­che führt zu Aus­fäl­len bei den Steu­er­ein­nah­men. Nach ak­tu­el­lem Stand rechnet man mit einem Rück­gang der Wirt­schafts­leis­tung von fünf bis zehn Prozent. Eine erste etwas ge­naue­re Ein­schät­zung wird nach dem Termin der Ge­wer­be­steu­er­vor­aus­zah­lung am 15. Mai und die tur­nus­ge­mä­ße Steu­er­schät­zung Anfang Mai möglich sein. Die Stadt geht bei der Ge­wer­be­steu­er, dem Ein­kom­mens­steu­er­an­teil, den Schlüs­sel­zu­wei­sun­gen, dem Fa­mi­li­en­leis­tungs­aus­gleich, dem Anteil an der Um­satz­steu­er und der Ver­gnü­gungs­steu­er von deut­li­chen Ein­bu­ßen in Höhe von rund sieben Mil­lio­nen Euro für 2020 aus.

Nicht be­trof­fen sind die Grund­steu­er A und B und die Zu­wei­sun­gen des Landes. Durch die Schlie­ßung von städ­ti­schen Ein­rich­tun­gen treten Ge­büh­ren­aus­fäl­le auf. Größter Faktor sind hier die El­tern­bei­trä­ge für die Kin­der­be­treu­ung. Daneben fallen Ge­büh­ren bei den Bädern, der Volks­hoch­schu­le und Bü­che­rei aus. Allein für die Kin­der­ta­ges­stät­ten be­deu­tet die Schlie­ßung einen Ge­büh­ren­aus­fall von 130.000 Euro pro Monat. Hinzu kommt ein Ein­nah­me­aus­fall bei der Volks­hoch­schu­le, den Bädern und Hallen von 150.000 Euro. Ver­wal­tungs­ge­büh­ren re­du­zie­ren sich um 80.000 Euro. Nicht be­trof­fen sind die Wasser- und Ab­was­ser­ge­büh­ren. Auf­grund von Zah­lungs­schwie­rig­kei­ten von Pri­vat­per­so­nen rechnet die Stadt mit Miet­aus­fäl­len von 100.000 Euro. Ge­rin­ge­re Ein­nah­men aus Bu­ß­gel­dern und der Kon­zes­si­ons­ab­ga­be sum­mie­ren sich auf ca. 350.000 Euro.


Be­schaf­fung eines LF20 für die Feu­er­wehr­ab­tei­lung Ep­pin­gen

Die Ab­tei­lungs­wehr Ep­pin­gen der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr erhält ein neues Lösch­fahr­zeug LF20 als Ersatz für das alte LF16/12. Der Ge­mein­de­rat vergab die Lie­fer­leis­tun­gen für das neue Lösch­grup­pen­fahr­zeug mit Ge­samt­kos­ten von 443.000 Euro. Die Stadt erhält eine Lan­des­zu­wen­dung von 92.000 Euro. Die Lie­fer­zeit beträgt rund zwei Jahre, so dass die Feu­er­wehr das neue Lösch­grup­pen­fahr­zeug vor­aus­sicht­lich 2022 in Betrieb ge­nom­men werden kann.

Das derzeit ein­ge­setz­te Lösch­grup­pen­fahr­zeug LF16/12 aus dem Baujahr 1992 muss aus Al­ters­grün­den aus­ge­mus­tert werden. Als erst­aus­rü­cken­des und ein­satz­tak­tisch wich­ti­ges Fahr­zeug ist die Er­satz­be­schaf­fung un­um­gäng­lich. Der Vergabe ging eine eu­ro­pa­wei­te Aus­schrei­bung des Fahr­zeu­ges auf­ge­teilt in vier Lose voraus. Für die Wertung des wirt­schaft­lichs­ten An­ge­bots wurden Zu­schlags­kri­te­ri­en mit Ge­wich­tung fest­ge­legt. Dazu ge­hör­ten der Preis (Ge­wich­tung 50 Prozent), der tech­ni­sche Wert (20 Prozent), die Qua­li­tät (20 Prozent) und die Fol­ge­kos­ten (10 Prozent). Die Ab­tei­lungs­wehr Ep­pin­gen bildete für die Er­satz­be­schaf­fung einen Be­schaf­fungs­aus­schuss, der sich de­tail­liert mit der Be­schaf­fung und Kon­zi­pie­rung des Neu­fahr­zeu­ges aus­ein­an­der­setz­te. Bei anderen Kom­mu­nen wurden dort bereits im Einsatz be­find­li­che Lösch­grup­pen­fahr­zeu­ge be­sich­tigt und die Meinung der nut­zen­den Wehren ein­ge­holt. Die Auf­trags­ver­ga­be er­folg­te nach Losen ge­trennt:
Los 1 - Fahr­ge­stell an die Firma Ziegler
Los 2 - Fahr­zeug­auf­bau an die Firma Schling­mann
Los 3 - Feu­er­wehr­tech­ni­sche Be­la­dung an die Firma Ziegler
Los 4 – Atem­schutz­aus­rüs­tung an die Firma Gebra.


Fort­schrei­bung der Kin­der­gar­ten­be­darfs­pla­nung

Die Ver­wal­tung in­for­mier­te den Ge­mein­de­rat in der öf­fent­li­chen Sitzung am 28. April über die fort­ge­schrit­te­ne Kin­der­gar­ten­be­darfs­pla­nung sowie über An­ge­bo­te, Kin­der­zah­len und die ge­för­der­ten Träger. Mo­men­tan kann die Stadt Ep­pin­gen alle ge­setz­li­chen An­sprü­che auf einen Kin­der­gar­ten­platz decken, weil in den ver­gan­ge­nen Jahren die Anzahl der Plätze aus­ge­baut wurde. Die Stadt bietet ins­ge­samt 1.067 Be­treu­ungs­plät­ze, davon 172 im Krip­pen­be­reich und 895 im Kin­der­gar­ten­be­reich über die Ge­samt­stadt ver­teilt. Davon belegt waren vor der Co­ro­na-Pan­de­mie 160 Plätze in Krippen und 780 von Kindern über drei Jahren. Der Bedarf der Eltern ten­diert zur Ganz­ta­ges­be­treu­ung bzw. Gruppen mit ver­län­ger­ten Öff­nungs­zei­ten. Die Re­gel­grup­pen er­schei­nen in­zwi­schen nicht mehr zeit­ge­mäß, was sich an der ge­rin­gen Aus­las­tung zeigt. Stei­gend ist auch der Bedarf an Krip­pen­plät­zen und der Wunsch der Eltern auf Fremd­be­treu­ung im früh­kind­li­chen Alter. Der Ge­setz­ge­ber ver­langt, dass die Kom­mu­nen aus­rei­chend Ki­Ta-Plät­ze zur Ver­fü­gung stellen. Der Rechts­an­spruch gilt ab dem ersten Le­bens­jahr des Kindes. Der An­spruch muss al­ler­dings sechs Monate vorher bei der Kommune ar­ti­ku­liert werden. Dabei gilt eine Kommune wie die Stadt ein­schlie­ß­lich der Stadt­tei­le als Einheit. Grund­sätz­lich ist den Eltern daher zu­zu­mu­ten, einen Kin­der­gar­ten­platz in einem anderen Stadt­teil an­zu­neh­men. Trotz der recht­li­chen Si­tua­ti­on bemühen sich die Stadt und die ver­schie­de­nen Träger, allen Wün­schen der Eltern und Be­darfs­si­tua­tio­nen gerecht zu werden und den Bedarf vor Ort zu decken. 

Ak­tu­el­le In­for­ma­tio­nen zur On­line-Platz­ver­ga­be

Im Oktober wurde das El­tern­por­tal „Little Bird“ zur On­line-Platz­ver­ga­be in Betrieb ge­nom­men. Seither können sich die Eltern bequem von Zuhause aus über die ein­zel­nen Ein­rich­tun­gen in­for­mie­ren und eine Platz­an­fra­ge online stellen. Bereits in dieser kurzen Zeit hat sich das System für die Ein­rich­tun­gen und ihre Träger bewährt, da es einen genauen Über­blick über die An­fra­gen und bereits be­stehen­de Ver­trä­ge bietet. Auch können Mehr­fach­an­mel­dun­gen und Über­schnei­dun­gen bei der Zusage freier Be­treu­ungs­plät­ze ver­mie­den werden.

Fe­ri­en­be­treu­ung

Geplant ist in den Pfingst- und Som­mer­fe­ri­en eine Fe­ri­en­be­treu­ung für Kinder der Klassen 1 bis 4 in der Grund­schu­le im Rot bzw. al­ter­na­ti­ven Räumen an­zu­bie­ten. Offen ist, ob diese Fe­ri­en­be­treu­ung durch die Co­ro­na-Kri­se zu­läs­sig ist. Eine Be­darfs­ab­fra­ge bei den Eltern für die Pfingst­fe­ri­en hat bereits statt­ge­fun­den. 13 Kinder sind für eine Be­treu­ung an­ge­mel­det worden.

Si­tua­ti­on der Ta­ges­müt­ter

Auf­grund der Vor­ga­ben der Co­ro­na-Ver­ord­nung dürfen auch Ta­ges­müt­ter keine Be­treu­ung an­bie­ten. Um einen Not­be­treu­ungs­platz geltend zu machen, sind die glei­chen Vor­ga­ben wie in den Kin­der­ta­ges­stät­ten zu er­fül­len. Der Land­kreis Heil­bronn ko­or­di­niert die Ta­ges­müt­ter in Ep­pin­gen, die in ihrer Tä­tig­keit So­lo-Selbst­stän­dig sind. Das Land­rats­amt prüft aktuell, ob So­lo-Selbst­stän­di­ge einen An­spruch auf die ak­tu­el­len Hilfs- und För­der­pro­gram­me auf­grund der Co­ro­na-Pan­de­mie haben. Die För­de­rung des Land­rats­am­tes von 5,50 Euro pro Stunde für Kinder ab drei Jahren und 6,50 Euro pro Stunde für Kinder zwi­schen einem und drei Jahren werden vom Land­rats­amt unter Vor­be­halt aktuell wei­ter­be­zahlt.

Um­wand­lung einer Re­gel­grup­pe im Ka­tho­li­schen Kin­der­gar­ten Rohr­bach

Im Ka­tho­li­schen Kin­der­gar­ten Rohr­bach gibt es derzeit eine Krip­pen­grup­pe für zehn Kinder, zwei Gruppen mit je 22 Kindern und ver­län­ger­ten Öff­nungs­zei­ten sowie eine Klein­grup­pe für zehn Kinder mit Re­gel­öff­nungs­zei­ten. Für die Re­gel­be­treu­ung ist prak­tisch keine Nach­fra­ge mehr vor­han­den. In der Zeit zwi­schen 14 und 16 Uhr be­su­chen maximal ein bis drei Kinder den Kin­der­gar­ten, an vielen Nach­mit­ta­gen er­scheint über­haupt kein Kind. Dennoch müssen am Nach­mit­tag zwei Er­zie­he­rin­nen vor­ge­hal­ten werden. Der Ge­mein­de­rat stimmte daher dem Antrag der Ka­tho­li­schen Kir­chen­ge­mein­de und des Kin­der­gar­tens zu, die Re­gel­grup­pe in eine Gruppe mit ver­län­ger­ten Öff­nungs­zei­ten um­zu­wan­deln. Gleich­zei­tig wird aus der Klein­grup­pe eine volle Gruppe für ins­ge­samt 22 Kinder. Die kurz­fris­ti­ge Schaf­fung von zwölf wei­te­ren Be­treu­ungs­plät­zen ist durch den ohnehin stei­gen­den Platz­be­darf durch­aus sinn­voll. Durch die Um­wand­lung der Klein­grup­pe im Re­gel­be­trieb in eine Voll­grup­pe mit ver­län­ger­ten Öff­nungs­zei­ten ist der per­so­nel­le Mehr­be­darf von 0,45 einer päd­ago­gi­schen Fach­kraft aus­zu­glei­chen. Die Mehr­kos­ten hierfür be­lau­fen sich auf ca. 30.000 Euro pro Jahr. Nach der ver­trag­li­chen Ver­ein­ba­rung ver­blei­ben Kosten in Höhe von 92 Prozent (un­ge­fähr 27.600 Euro) bei der Stadt Ep­pin­gen.


Di­gi­tal­pakt Schule

Mit dem Di­gi­tal­pakt Schule un­ter­stützt der Bund die Länder und Ge­mein­den bei In­ves­ti­tio­nen zum flä­chen­de­cken­den Aufbau einer zeit­ge­mä­ßen di­gi­ta­len Bil­dungs­in­fra­struk­tur. Die Ver­wal­tung in­for­mier­te den Ge­mein­de­rat in seiner öf­fent­li­chen Sitzung am 28. April über die Um­set­zung dieses Di­gi­tal­pak­tes in Ep­pin­gen und die weitere Vor­ge­hens­wei­se. 

Bis zum Herbst sollen die Me­di­en­ent­wick­lungs­plä­ne der Ep­pin­ger Schulen fer­tig­ge­stellt und beim Lan­des­me­di­en­zen­trum zur Ge­neh­mi­gung ein­ge­reicht werden. Dann können För­der­an­trä­ge aus dem Di­gi­tal­pakt Schule bei der Lan­des­kre­dit­bank ge­stellt werden.

Ins­ge­samt fünf Mil­li­ar­den Euro stellt der Bund in den kom­men­den Jahren zur Ver­fü­gung, von denen etwa 650 Mil­lio­nen Euro nach Ba­den-Würt­tem­berg fließen. Für die Schulen in der Trä­ger­schaft der Stadt Ep­pin­gen sind 1,26 Mil­lio­nen Euro re­ser­viert. Die Stadt muss als Schul­trä­ger einen Ei­gen­an­teil von min­des­tens 20 Prozent auf­brin­gen. Über den Di­gi­tal­pakt Schule werden ins­be­son­de­re In­ves­ti­tio­nen in den Aufbau oder die Ver­bes­se­rung der di­gi­ta­len Ver­net­zung in den Schul­ge­bäu­den und auf dem Schul­ge­län­de ge­för­dert. Dazu gehören die Ver­ka­be­lung im Schul­ge­bäu­de oder die Ein­rich­tung von W-LAN. Auch di­gi­ta­le End­ge­rä­te wie in­ter­ak­ti­ve Tafeln und mobile End­ge­rä­te (Laptops, Note­books und Tablets) sind för­der­fä­hig. Das Budget für die Ep­pin­ger Schulen wurde auf Basis der Schü­ler­zah­len ge­bil­det und steht den Schul­trä­gern bis April 2022 zur Ver­fü­gung. Mit dem För­der­an­trag muss von jeder Schule auch ein Me­di­en­ent­wick­lungs­plan in­klu­si­ve einer Fort­bil­dungs­pla­nung für die Lehr­kräf­te vor­ge­legt werden. Um zu ge­währ­leis­ten, dass der Un­ter­richt der Grund­schu­len auf gleich­ar­ti­gen Geräten und in­halt­lich auf­bau­end ohne Bruch­stel­len an den wei­ter­füh­ren­den Schulen fort­ge­führt wird, hat eine schul­über­grei­fen­de Ar­beits­grup­pe ein Konzept für die Klas­sen­stu­fen 3 bis 6 ent­wi­ckelt. Un­ge­klärt ist noch die Frage der Kos­ten­über­nah­me für die Wartung und tech­ni­sche Un­ter­stüt­zung bei Pro­ble­men an den zu be­schaf­fen­den Geräten. 


Verkauf der zehn Baugrundstücke im Neubaugebiet „Westlicher Pfaffenberg II“ in Eppingen

Städtische Bauplätze sind in der Gesamtstadt Mangelware. Der Gemeinderat stimmte dem Verkauf der insgesamt zehn städtischen Bauplätze im Baugebiet „Westlicher Pfaffenberg II“ in Eppingen einstimmig zu. Der Gesamtverkaufspreis beläuft sich bei einem Quadratmeterpreis von 260 Euro auf 1,4 Millionen Euro. Vier Wochen lang hatten Interessenten Anfang des Jahres die Gelegenheit, sich um die Bauplätze zu bewerben. In diesem Zeitraum gingen insgesamt 111 Bewerbungen für die zehn Baugrundstücke bei der Stadt ein. Bereits im November hatte der Gemeinderat Leitlinien zur Vergabe der städtischen Baugrundstücke beschlossen, die dem Zuteilungsvorschlag der Verwaltung zugrunde lagen.

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