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Veröffentlicht am 14.02.2020, Eppingen

Naturpark neu gedacht - Naturparkplan wird fortgeschrieben.

Startschuss bei Mitglieder-Klausur in Oberderdingen

von EPPINGEN.org Redaktion

Foto: Naturpark Stromberg-Heuchelberg e.V
Foto: Naturpark Stromberg-Heuchelberg e.V

Der Na­tur­park Strom­berg-Heu­chel­berg er­stellt in diesem Jahr seinen neuen Na­tur­park-Ma­nage­ment­plan 2030 und damit einen Ori­en­tie­rungs­rah­men für die Ent­wick­lung in den kom­men­den Jahren. Den Auftakt bildete eine Mit­glie­der-Klau­sur im Forum in Ober­der­din­gen, mo­de­riert vom Büro neu­land­plus, das den Na­tur­park­plan­pro­zess be­glei­tet. Dabei wurden die Ziele und Rah­men­be­din­gun­gen des Pla­nungs­pro­zes­ses vor­ge­stellt. 

Na­tur­park­vor­sit­zen­der Andreas Felchle umriss in seiner Be­grü­ßung den Wandel des Na­tur­parks seit seiner Grün­dung vor 40 Jahren von einem Ver­teil­in­stru­ment von Na­tur­park­för­der­gel­dern für Grill­hüt­ten und Sitz­bän­ke zu einem In­stru­ment für eine nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung des Länd­li­chen Raums mit eigener Stimme. Die Na­tur­park­ar­beit heute habe nur noch wenig mit den Auf­tritt und den Ak­ti­vi­tä­ten des Na­tur­parks im Jahr 2000 zu tun. „Der Na­tur­park hat in vielen Be­rei­chen sehr gute Arbeit ge­leis­tet“, betonte Felchle. Viele Rah­men­be­din­gun­gen haben sich aber ge­än­dert, neue An­for­de­run­gen wie bei­spiels­wei­se der Kli­ma­schutz sind hin­zu­ge­kom­men. „Wir müssen auf diese Her­aus­for­de­run­gen re­agie­ren, als Verein aber immer darauf achten, dass wir nicht im Bemühen um eine weitere Op­ti­mie­rung und Ver­bes­se­rung die Mit­glie­der zurück lassen oder ver­lie­ren oder dass wir uns mit Blick auf die be­grenz­ten Res­sour­cen über­he­ben“, so der Na­tur­park­vor­sit­zen­de. Über allem stehe der Leit­satz, dass der Na­tur­park nicht als Re­gle­men­tie­rer auf­tritt, sondern der Region An­ge­bo­te machen wolle. Die Akteure der Region sollen dazu eng ein­ge­bun­den werden. Diesem Ziel dienen ver­schie­de­ne Work­shops in den kom­men­den Wochen zu ver­schie­de­nen The­men­stel­lun­gen. 

Zum Jah­res­en­de soll der Na­tur­park­plan fertig vor­lie­gen – quasi ein Ge­burts­tags­ge­schenk zum 40-jäh­ri­gen Be­stehen. Na­tur­park­ge­schäfts­füh­rer Dietmar Gretter steckte den Rahmen ab, in dem sich die Planung bewegt. Aus­ge­hend von den UN-Zie­len für eine nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung, den so­ge­nann­ten SDGs (Sus­tai­n­a­ble De­ve­lop­ment Goals), gehe es darum zu prüfen, wie diese glo­ba­len Ziele auf der Ebene der Na­tur­park­re­gi­on um­ge­setzt werden können. Eine Hil­fe­stel­lung dazu gibt das 2018 be­schlos­se­ne „Wart­bur­ger Pro­gramm“ des Ver­bands Deut­scher Na­tur­par­ke, das die Auf­ga­ben und Ziele der Na­tur­par­ke be­schreibt. Das Wart­bur­ger Pro­gramm benennt als Hand­lungs­fel­der Na­tur­schutz, Er­ho­lung, Bildung für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung sowie die nach­hal­ti­ge Re­gio­nal­ent­wick­lung. Alles mit dem Ober­ziel, die Na­tur­par­ke zu Mo­dell­re­gio­nen für eine nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung im Länd­li­chen Raum zu machen. In un­ter­schied­li­cher In­ten­si­tät war der Na­tur­park bereits in den ver­gan­ge­nen Jahren in diesen The­men­be­rei­chen aktiv. In Grup­pen­ar­beit wurden die seit­he­ri­gen Ak­ti­vi­tä­ten dis­ku­tiert, her­aus­ge­ar­bei­tet was gut lief, wo es noch Ent­wick­lungs­po­ten­zi­al gibt. Die Ge­win­nung von Land­wir­ten und Wen­ger­tern als Na­tur­park­part­ner, die stär­ke­re Zu­sam­men­ar­beit mit dem Stadt­mar­ke­ting der um­lie­gen­den Gro­ß­städ­te, der Ausbau bar­rie­re­frei­er An­ge­bo­te oder die Nutzung von Aus­gleichs­maß­nah­men zur Um­set­zung re­gio­na­ler Bio­top­ver­net­zungs­kon­zep­te waren Teil einer ersten Ide­en­samm­lung, die in den Work­shops fort­ge­setzt und ver­tieft werden soll. 

„Es war zu spüren, dass das Thema nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung zwi­schen­zeit­lich viel stärker präsent ist, als dies bei der Er­ar­bei­tung des Na­tur­park­plans 2010 der Fall war“, re­sü­mier­te Na­tur­par­k­lei­ter Dietmar Gretter die Klau­sur­ta­gung. „Mit unseren Na­tur­park­märk­ten, den Na­tur­park­füh­rern und sons­ti­gen Ver­an­stal­tun­gen und Ein­rich­tun­gen haben wir als Na­tur­park viel­fäl­ti­ge An­satz­punk­te, diese oftmals sper­ri­gen Themen so zu prä­sen­tie­ren, dass sie auch als Beitrag zur Le­bens­qua­li­tät für die Be­woh­ner und Be­su­cher des Na­tur­parks er­kenn­bar werden. Wir freuen uns auf die Dis­kus­sio­nen und Ideen in den Work­shops.“ 

Par­al­lel zu den Work­shops werden die Ge­mein­de­rä­te der Mit­glieds­kom­mu­nen in­for­miert und befragt. Die Er­geb­nis­se der Work­shops werden in einer zweiten Mit­glie­der­klau­sur im Sep­tem­ber beraten. Im No­vem­ber soll dann der neue Plan im Rahmen eines Ge­nuss­Scheu­ne-Ter­mins in Clee­bronn der Öf­fent­lich­keit prä­sen­tiert werden.

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