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Wirtschaft

Veröffentlicht am 23.01.2020, Eppingen

Immobilienpreise in Eppingen: Entwicklungen und Aussichten im Jahr 2020

Die Immobilienpreise in Deutschland steigen bekanntlich seit mehreren Jahren in rasantem Tempo – sowohl bei Mietobjekten als auch dem Kauf von Eigentum. Es lohnt sich daher ein Blick auf die Prognosen im Großraum Eppingen für das Jahr 2020.

von EPPINGEN.org Redaktion

Foto: cityfoto24 #285770684
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Das Immobilienmarkt boomt. Die niedrigen Zinsen, die steigende Mietpreise sowie der Mangel an attraktiven Alternativen zur Geldanlage führt dazu, dass sich immer mehr Menschen Wohneigentum kaufen möchten. 

Angesichts der stetig steigenden Preise können sich das aber vor allem junge Familien oft nicht mehr leisten. Viele Experten sprechen von einer Blase, die eines Tages platzen und eine ähnliche Krise hervorrufen könnte wie in den USA ab dem Jahr 2007. Bis zu 20 Prozent überteuert seien die Immobilien in einigen Regionen, so die Schätzung. Noch ist aber nicht abzusehen, ob so eine Blase tatsächlich existiert und wann diese platzen wird, sprich wieder mit sinkenden Immobilienpreisen zu rechnen sein könnte. Die langfristigen Prognosen liefern diesbezüglich gegensätzliche Aussichten.

Langfristige Entwicklung der Immobilienpreise

Solange die Zinsen nicht wieder angehoben werden, wird sich die Teuerung nicht aufhalten lassen, in diesem Punkt sind sich viele Experten einig. Ändert sich jedoch die Zinspolitik, könnten auch Immobilien wieder günstiger werden. Ein Ende der Nullzinspolitik ist für das Jahr 2020 allerdings noch nicht in Sicht. Dennoch hat der sogenannte Immobilienindex des Instituts der Deutschen Wirtschaft Ende 2019 für Hoffnung gesorgt: Demnach sei im Jahr 2019 erstmalig eine Trendwende abzusehen, was bedeuten könnte, dass der Abschwung begonnen hat. Grund für diese Annahme ist die sogenannte „Dreimal-Regel“, sprich zum dritten Mal in Folge ist das Immobilienklima gesunken, also die Immobilienunternehmen erwarten eher ein Minus als ein weiteres Plus. Dieser Immobilienindex könnte ein Zeichen dafür sein, dass der Abschwung begonnen hat. Allerdings würden die Preissenkungen in diesem Fall voraussichtlich schleichend kommen und nicht plötzlich wie bei dem Platzen einer Blase.

Mit Sicherheit lässt sich das allerdings nicht sagen und andere Prognosen widersprechen dem Immobilienindex. So beispielsweise jene des Immobilienportals Immowelt, das von einer weiteren Teuerung ausgeht, vor allem in deutschen Großstädten. Hier könnten die Immobilienpreise im Jahr 2030 noch einmal bis zu 62 Prozent höher liegen als aktuell. In einer kleinen bis mittelgroßen Stadt wie Eppingen dürfte die Teuerung etwas geringer ausfallen – sinken werden die Preise laut dieser Prognose aber auch hier nicht. Fakt ist also, dass momentan niemand mit Sicherheit voraussagen kann, wie sich die Immobilienpreise langfristig entwickeln und ob es demnach sinnvoll ist, aktuell Immobilien zu kaufen oder lieber noch zu warten.

Kaufpreise für Immobilien in Eppingen

Wer derzeit im Kreis Eppingen ein Haus oder eine Wohnung kaufen möchte, muss etwa 2.150 Euro pro Quadratmeter bezahlen. Im Vergleich zu den Preisen in Großstädten wie beispielsweise München, wo der Quadratmeter bereits über 7.500 Euro kostet, ist das sogar noch günstig. Dennoch hat auch Eppingen in den vergangenen Jahren eine stetige Teuerung erlebt. So lag der Durchschnittspreis zu Beginn des Jahres 2017 noch bei 1.650 Euro pro Quadratmeter, Ende des Jahres 2018 bereits bei 1.950 Euro und im Jahr 2019 schließlich über 2.000 Euro. Innerhalb nur eines Jahres sind die Immobilienpreise in Eppingen somit um zwölf Prozent gestiegen – und auch hier wird im Jahr 2020 ein weiterer Anstieg erwartet. Die teuersten Immobilien befinden sich in der Kögelgasse, Brettener Straße sowie Danziger Straße. Günstiger kommen die Käufer von Häusern oder Eigentumswohnungen in Eppingen hingegen noch in der Sinsheimer Straße, Büchenstraße sowie Weisenbergstraße weg, wo Angebote ab 850 Euro pro Quadratmeter zu finden sind.

Viele Käufer weichen zudem auf umliegende Orte aus, die noch etwas günstiger sind, zum Beispiel Zaisenhausen oder Kraichtal mit 1.700 Euro pro Quadratmeter. Alternativ entscheiden sich zudem immer mehr Käufer für ältere und damit günstigere Objekte, welche sie anschließend mit Hilfe einer staatlichen Förderung modernisieren, energetisch sanieren oder zu einem Smart Home erweitern. Ob diese Strategie schlussendlich unterm Strich tatsächlich günstiger ist, muss im Einzelfall kalkuliert werden. Dabei gilt: Je mehr Eigenleistungen die Käufer am Objekt erbringen, umso günstiger ist die Immobilie bis zur Fertigstellung. Selbiges gilt für den Kauf von Grundstücken und den Bau von Fertighäusern,die sich derzeit ebenfalls steigender Beliebtheit erfreuen

Ein Blick auf den Mietspiegel im Jahr 2020

Die zunehmende Teuerung betrifft aber nicht nur den Immobilienkauf, sondern auch die Mietpreise in Eppingen sind in den vergangenen Jahren angestiegen – von 2018 bis 2019 um etwa zwei Prozent.

Foto: stock.adobe.com © Андрей Яланский #301405836
Foto: stock.adobe.com © Андрей Яланский #301405836

Wie also sind die Aussichten im Jahr 2020? Auch hier könnte der stetige Anstieg, welcher in den vergangenen Jahren stattgefunden hat, weitergehen. Die Preise für eine Wohnung mit etwa 60 Quadratmetern sind seit dem Jahr 2011 von 5,25 auf 8,62 Euro gestiegen. Damit liegen sie zwar immer noch unter dem Durchschnitt in Baden-Württemberg sowie ganz Deutschland, trotzdem ist eine deutliche Teuerung erkennbar. Selbiges gilt für Wohnungen mit einer Größe von 100 Quadratmetern. Diese kosteten im Jahr 2011 noch durchschnittlich 5,94 Euro pro Quadratmeter, mittlerweile aber 7,78 Euro – Tendenz steigend.

 

Als besonders teuer erweisen sich kleine Wohnungen mit maximal 40 Quadratmetern. Ihr Preis liegt bei rund zehn Euro pro Quadratmeter, dafür ist dieser seit mehreren Jahren stabil. Er hat sich sozusagen auf hohem Niveau eingependelt. Den größten Preisanstieg verzeichneten hingegen Wohnungen zwischen 40 und 80 sowie ab 120 Quadratmetern. Hier könnten die Mietpreise also auch im Jahr 2020 weiter in die Höhe schnellen. Endgültig lässt sich das aber natürlich erst im Jahresrückblick sagen, wenn die Auswertungen für 2020 vorliegen. 

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