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Veröffentlicht am 30.01.2020, Eppingen

Alternative Energien: Möglichkeiten, Vorteile und Grenzen in Eppingen

Die Umrüstung des eigenen Zuhauses auf eine teilweise oder vollständige Nutzung von alternativen Energien wird für immer mehr Haushalte im Großraum Eppingen interessant. Allerdings warten dabei auch einige Hürden…

von EPPINGEN.org Redaktion

Quelle: stock.adobe.com @rh2010
Quelle: stock.adobe.com @rh2010

Der Ausbau er­neu­er­ba­rer En­er­gi­en genießt in Deutsch­land derzeit eine hohe Prio­ri­tät. Sie stellen die Grund­la­ge der En­er­gie­wen­de dar und be­deu­ten für Pri­vat­per­so­nen zu­gleich Kos­ten­ein­spa­run­gen. Denn nicht nur, dass die Um­rüs­tung auf al­ter­na­ti­ve En­er­gi­en in vielen Fällen staat­lich ge­för­dert wird, sie macht zu­gleich un­ab­hän­gi­ger von den Zu­lie­fe­rern und somit den stetig stei­gen­den Strom­prei­sen. Auch in Ep­pin­gen erwägen daher viele Haus­hal­te beim Bau, Kauf oder der Mo­der­ni­sie­rung einer Im­mo­bi­lie ent­spre­chen­de Tech­no­lo­gi­en ein­zu­bau­en.

Mög­lich­kei­ten der Nutzung er­neu­er­ba­rer En­er­gi­en

Ei­ner­seits wird das eigene Zuhause durch den Einbau er­neu­er­ba­rer En­er­gi­en also um­welt­freund­li­cher und an­de­rer­seits güns­ti­ger. Die Mög­lich­kei­ten sind dabei viel­fäl­tig, denn al­ter­na­ti­ve En­er­gie­quel­len gibt es zahl­rei­che:

  • Biogas aus bio­che­mi­schen Zer­set­zungs­pro­zes­sen
  • Syn­the­ti­sches Gas aus re­ge­ne­ra­ti­ven En­er­gi­en
  • Scheit­holz, Pellets und Hack­schnit­zel als Heizung
  • Wär­me­pum­pen in Kom­bi­na­ti­on mit einer PV-An­la­ge

Vor allem letz­te­re Option erfreut sich stei­gen­der Be­liebt­heit, denn durch eine Pho­to­vol­ta­ik-An­la­ge auf dem Dach kann sowohl Strom ge­ne­riert als auch geheizt werden – sofern ent­spre­chen­de Tech­no­lo­gi­en vor­han­den sind.

Die So­lar­ener­gie stellt für viele deut­sche Haus­hal­te daher eine per­fek­te Wahl dar und kann zu­gleich pro­blem­los mit den vor­han­de­nen Tech­no­lo­gi­en kom­bi­niert werden. Dadurch ent­steht also eine hohe Ver­sor­gungs­si­cher­heit, sodass auch dann stets aus­rei­chend Strom vor­han­den ist und geheizt werden kann, wenn die Sonne nicht scheint. Wei­ter­hin gibt es die Mög­lich­keit, einen even­tu­el­len Über­schuss an ge­ne­rier­tem Strom in das Netz ein­zu­spei­sen, was weitere Kos­ten­ein­spa­run­gen bringt.

För­der­mög­lich­kei­ten einer PV-An­la­ge mit Wär­me­pum­pe

Wer sich also für den So­lar­strom sowie eine even­tu­el­le Kom­bi­na­ti­on mit einer Wär­me­pum­pe in­ter­es­siert, kann die Um­rüs­tung seiner Im­mo­bi­lie in vielen Fällen – ganz oder teil­wei­se – mit staat­li­chen sowie wei­te­ren För­der­mit­teln fi­nan­zie­ren:

  • KfW-För­der­kre­di­te mit güns­ti­gen Zinsen sowie einem Til­gungs­zu­schuss
  • Güns­ti­ge Kredite von Banken wie der Um­welt­bank oder GLS-Bank
  • BA­FA-För­de­rung für Wär­me­pum­pen
  • Bun­des­för­de­rung für die Hei­zungs­op­ti­mie­rung

Ge­för­dert werden au­ßer­dem die Tech­no­lo­gi­en der So­lar­ther­mie sowie Holz­pel­let- oder Hack­schnit­zel­hei­zun­gen. Je nachdem, für welche (Kom­bi­na­ti­on von) Tech­no­lo­gi­en sich die Haus­hal­te also ent­schei­den, können sie auf viel­fäl­ti­ge För­der­mög­lich­kei­ten zu­rück­grei­fen. Eine wich­ti­ge Rolle spielt dabei auch die Ein­spei­se­ver­gü­tung als fi­nan­zi­el­ler Anreiz. Al­ler­dings ist diese in den ver­gan­ge­nen Jahren stetig ge­sun­ken. An Vor­tei­len mangelt es der Um­rüs­tung auf al­ter­na­ti­ve En­er­gi­en, allen voran einer Pho­to­vol­ta­ik-An­la­ge mit oder ohne Wär­me­pum­pe, dennoch nicht.

Vor­tei­le von pri­va­ten Pho­to­vol­ta­ik-An­la­gen im Über­blick

Trotz sin­ken­der Ein­spei­se­ver­gü­tung gelten PV-An­la­gen mitt­ler­wei­le mehr denn je als wirt­schaft­lich. Denn die Tech­no­lo­gi­en haben sich stark wei­ter­ent­wi­ckelt und ar­bei­ten mitt­ler­wei­le extrem ef­fi­zi­ent. Die An­schaf­fungs­kos­ten sinken stetig und werden durch die För­de­run­gen auf ein Minimum re­du­ziert. Die Strom­kos­ten sinken dau­er­haft. Vor allem an­ge­sichts der stei­gen­den Strom­prei­se ist die Un­ab­hän­gig­keit von den Zu­lie­fe­rern für viele Haus­hal­te ein wich­ti­ges Ar­gu­ment. Wei­ter­hin stehen mitt­ler­wei­le moderne Strom­spei­cher zur Ver­fü­gung, sprich es ist nicht mehr not­wen­dig, über­schüs­si­gen Strom (voll­stän­dig) in das Netz ein­zu­spei­sen. Statt­des­sen können die Haus­hal­te ihren Strom für Tage spei­chern, an welchen die Sonne weniger stark scheint oder sie mehr Energie ver­brau­chen, bei­spiels­wei­se zum Heizen. Auch der Einbau eines solchen Strom­spei­chers wird staat­lich ge­för­dert.

Sel­bi­ges gilt für die Wär­me­pum­pe, die gerne mit der In­stal­la­ti­on einer PV-An­la­ge kom­bi­niert wird. So können zu­künf­ti­ge Preis­stei­ge­run­gen bei Gas oder Öl um­gan­gen werden und es ergeben sich zahl­rei­che neue Mög­lich­kei­ten zur Nutzung der al­ter­na­ti­ven En­er­gi­en, zum Bei­spiel in Form der Warm­was­ser­er­zeu­gung oder einer E-La­de­säu­le. Die Wär­me­pum­pen stellen daher aktuell das be­lieb­tes­te Heiz­sys­tem in Neu­bau­ten dar. Al­ler­dings müssen einige Grund­vor­aus­set­zun­gen gegeben sein, damit die Kom­bi­na­ti­on aus PV-An­la­ge und Wär­me­pum­pe wirt­schaft­lich ist.

Grenzen der er­neu­er­ba­ren En­er­gi­en in Ep­pin­gen

Genau an dieser Stelle stoßen aber viele Haus­hal­te in Ep­pin­gen an Grenzen, wenn es um die In­stal­la­ti­on von Tech­no­lo­gi­en geht, um er­neu­er­ba­re En­er­gi­en zu nutzen. Ei­ner­seits sind solche Lö­sun­gen na­tür­lich ge­wünscht und die Stadt selbst be­treibt 17 große Pho­to­vol­ta­ik-An­la­gen. An­de­rer­seits wird einigen Ep­pin­gern immer wieder der Wunsch ver­wehrt, eine eigene PV-An­la­ge in­stal­lie­ren zu dürfen. Der Grund dafür liegt im Denk­mal­schutz, welchem viele Gebäude un­ter­stellt sind. Be­trof­fen sind also vor allem Im­mo­bi­li­en­be­sit­zer in der Alt­stadt von Ep­pin­gen.

Carsten Eck­stein aus Ep­pin­gen ist daher sogar schon vor Gericht gezogen. Eine Pro­ble­ma­tik, die es auch in anderen Ge­mein­den wie bei­spiels­wei­se Tü­bin­gen gibt. Wer also ein denk­mal­ge­schütz­tes Haus en­er­ge­tisch sa­nie­ren möchte, sollte sich vorab gründ­lich über die Mög­lich­kei­ten und Grenzen in­for­mie­ren. Even­tu­ell sind dann Al­ter­na­ti­ven zur PV-An­la­ge die bessere Wahl. Denn, wie bereits erwähnt, werden auch weitere Tech­no­lo­gi­en staat­lich ge­för­dert.

Ein kurzer Aus­blick in die Ep­pin­ger Zukunft…

…lässt dennoch ver­mu­ten, dass er­neu­er­ba­re En­er­gi­en in der Stadt eine zu­neh­mend wich­ti­ge Rolle spielen werden. Schon jetzt sind allein in Ep­pin­gen 989 Pho­to­vol­ta­ik-An­la­gen ans Netz an­ge­schlos­sen, die ge­mein­sam 15.630,79 kWp pro Jahr ge­ne­rie­ren, so die ak­tu­el­len Zahlen. Damit liegt der Anteil an Pho­to­vol­ta­ik­strom bei vor­bild­li­chen 42 Prozent und wird in den kom­men­den Jahren vor­aus­sicht­lich weiter steigen. Schluss­end­lich lässt sich also fest­hal­ten, dass Ep­pin­gen einen guten Weg ein­ge­schla­gen hat, wenn es um die The­ma­tik der er­neu­er­ba­ren En­er­gi­en geht. Trotz­dem bleibt ab­zu­war­ten, welche Ent­schei­dung im Prä­ze­denz­fall vor Gericht fällt und wie damit die Si­tua­ti­on vor allem bei den his­to­ri­schen Ge­bäu­den in der Alt­stadt zu­künf­tig ge­stal­tet wird.

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