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Veröffentlicht am 16.08.2019, Überregional

Kunst auf der BUGA

Die "Transformation einer Stadtlandschaft" mit anderen Sinnen erleben

von EPPINGEN.org Redaktion

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Sophie Ryder, Open Hand (2007) / Foto: Dietmar Strauss

Die Skulpturenprojekte auf der BUGA Heilbronn 2019 sind ein wichtiges Element im Transformationsprozess von einer Bahnbrache zu einem vitalen, lebendigen Stadtquartier Neckarbogen. Vor diesem Hintergrund bietet die BUGA ihren Besuchern zum einen 26 Kunstwerke national und international bekannter Künstler, darunter acht Leihgaben aus der Sammlung Würth, die sich mit zum Teil monumentalen Skulpturen international bekannter Künstler wie Niki de Saint-Phalle und Heinrich Brummack, Eduardo Chillida, Horst Antes, Jaume Plensa und Anthony Caro präsentiert.

Auch der Künstlerbund Heilbronn „Zigarre“ und der Hohenloher Kunstverein tragen dazu bei, dass Kunst im urbanen Raum sichtbar wird. Durch wechselnde Ausstellungen im Rahmen der „ContainerArt“ und die Möglichkeit, den Künstlern bei der Arbeit zuzuschauen, finden sich immer wieder neue Anlässe zum Dialog und der Auseinandersetzung mit Kunst.

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Hans Schüle, Hybride #55 (2016) / Foto: Dietmar Strauss
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Daniel Bräg, Capella (2019) / Foto: Dietmar Strauss
 

Ergänzt wird Kunst auf der BUGA durch individuelle Arbeiten sowie Auftragsarbeiten wie der aus Sandsäcken gebaute „Capella“ von Daniel Bräg, oder dem Werk von Wolfgang Becksteiner, „The Heavy Beauty OF Inner Forms“. Zu den individuellen Arbeiten zählen die mystische Sandsteinskulptur aus Fundstücken im Wald des Künstlers Klaus Waldbüßer im Pilzgarten, LandART, die Performance-Kunst der Hochschule Pforzheim, oder eine Lichtinstallation mit 6.500 Kerzen, die die Heilbronner Partnerstadt Solothurn auf der BUGA präsentierte.

Die Kunstwerke verstärken den Eindruck der Landschafts- und Stadtarchitektur auf dem Gelände der Bundesgartenschau, am Neckarufer, an den Eingängen Innenstadt und Wohlgelegen, und im Campuspark. Gezeigt werden Skulpturen, Installationen und objektbezogene Arbeiten, die sowohl den Fluss und das Wasser als auch die Wiederbelebung des Brachgeländes betonen.

„Wir stellen fest, dass wir mit der Kunst auf der BUGA auch Themen gesetzt haben“, sagt Hanspeter Faas, Geschäftsführer der Bundesgartenschau Heilbronn 2019 GmbH. “Die Besucher interagieren mit den Kunstwerken, viele Hobbyfotografen sind begeistert und kreieren unter wechselnden Lichtverhältnissen ihre eigenen Fotokunstwerke.“

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Christel Lechner, Alltagsmenschen "Duscher" (2003) / Foto: Dietmar Strauss
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Jaume Plensa, WE (2009) / Foto: Dietmar Strauss
 

Eines der beliebtesten Fotomotive stellen die Alltagsmenschen „Duscher“ dar, ein Kunstwerk von Christel Lechner, das am denkmalgeschützten Wilhelmkanal seinen temporären Platz gefunden hat. „Durch die Transformation des urbanen Raums wird Wasser wieder erlebbar“, sagt Oliver Toellner, Prokurist und Leiter der Abteilung Planung und Ausstellungskonzeption. „Der Mensch kehrt ans Wasser zurück.“

Andere Objekte zeigen eine Akkumulation von Alltagsgegenständen, etwa das Werk „Tous Azimuts“ von Arman, der Spitzhacken als Relikte des Arbeitsalltags durch eine künstlerische Anordnung ästhetisch überformt.

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Susanne Egle, Himmel auf Erden (2018/2019) / Foto: BUGA Heilbronn 2019 GmbH/Susanne Egle
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Arman, Tous Azimuts (1982) / Foto: Dietmar Strauss
 

Einen wesentlichen Anteil am Erfolg der Kunst auf der BUGA hat Kuratorin Helga Irion, die mit ihrer Fachkenntnis und ihrem persönlichen Netzwerk den Zugang zu zahlreichen Künstlern und Agenturen ermöglicht hat. „Es ist der Verdienst von Frau Irion, dass die BUGA Heilbronn 2019 trotz eines vergleichsweise schmalen Budgets für Kunst ihren Besuchern außergewöhnliche Kunstwerke zeigen kann.“

Kunst kann auf unterschiedliche Art und Weise aufgenommen werden. Ganz individuell, oder über Illustrationsmaterial wie den Katalog zur BUGA mit einem eigenen Kapitel zu Kunst, oder den kostenlosen Flyer mit einem leicht zugänglichen Lageplan der Kunstwerke auf der BUGA. Daneben ist ein Flyer zur Kunst in der Stadt verfügbar, denn Kunstwahrnehmung findet nicht nur auf der BUGA, sondern in der ganzen Stadt statt. Digital haben die BUGA-Besucher über einen QR-Code Zugang zu Detailinformationen über die einzelnen Kunstwerke. Zusätzlich wird das Thema Kunst bei Führungen und durch Veranstaltungen im Rahmen des Bunten Klassenzimmers vermittelt.

„Die BUGA Heilbronn ist in erster Linie eine Garten- und Stadtausstellung. Darin integriert sind aber ganz bewusst auch andere Themen. Kunst gewährt dabei einen Zugang mit anderen Sinnen und interagiert als Kontrapunkt mit der Garten- und Stadtausstellung. Sie spielt für die Wahrnehmung des Gesamtbildes der Bundesgartenschau eine wichtige Rolle“, sagt Faas.

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