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Kultur & Freizeit

Veröffentlicht am 15.03.2019, Eppingen

Blühwiesen lockten zahlreiche Interessierte ins Naturparkzentrum

Forum „Blühender Naturpark“

von Naturpark-Stromberg-Heuchelberg

Bild Referent Philipp Unterweger © Naturpark Stromberg-Heuchelberg, frei zur Berichterstattung über das Projekt „Blühender Naturpark“
Bild Referent Philipp Unterweger © Naturpark Stromberg-Heuchelberg, frei zur Berichterstattung über das Projekt „Blühender Naturpark“

Mehr als 70 Vertreter von Kommunen und Verbänden, Naturparkführer und Privatpersonen folgten der Einladung des Naturparks Stromberg-Heuchelberg zum 2. Forum „Blühender Naturpark“ ins Naturparkzentrum nach Zaberfeld. 

Das Forum bildet den Auftakt ins zweite Jahr des Artenschutzprojektes, mit dem der Naturpark gemeinsam mit den weiteren sechs Naturparken einen Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität im Land leisten möchte.

Naturparkvorsitzender Andreas Felchle konnte zu Beginn eine erfolgreiche Bilanz des Auftaktjahres 2018 ziehen. Mehr als ein Drittel der Naturparkgemeinden hätten sich bereits im ersten Jahr mit insgesamt 47 Blühflächen beteiligt – beraten und unterstützt durch die Naturparkgeschäftsstelle. „An diesen Erfolg gilt es anzuknüpfen. Ich freue mich, dass sich zum heutigen Forum weitere acht Kommunen angemeldet haben. Nach wie vor gilt für das Projekt bzw. den Schutz unserer Pflanzen- und Insektenwelt das Motto: <Jede Fläche zählt>“, so der Naturparkvorsitzende. Projektziel sei es, ein Netz aus Blühflächen für die Insekten zu schaffen, zugleich ein Netzwerk an Kooperationspartnern, an Interessierten und Engagierten.
Über die Anlage von Blühflächen mit regionalem, mehrjährigem Saatgut in den Naturparkgemeinden wolle der Naturpark eine wichtige Lebensgrundlage für Bienen, Hummeln und Co. schaffen. Aber nicht nur für Insekten, auch für den Menschen gewönnen die Flächen an Attraktivität. In diesem Kontext sei es besonders erfreulich, dass sich im vergangenen Jahr vier Grundschulen und Kindergärten an der Einsaat der Flächen beteiligt hätten, so Felchle. 

Prall gefüllt mit Praxiserfahrungen: die engagierten und motivierenden Fachvorträge der Fachreferenten 

Lili Wahly vom Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord und verantwortlich für das landesweite Gesamtprojekt „Blühende Naturparke“ aller sieben baden-württembergischen Naturparks im Rahmen des Sonderprogramms der Landesregierung zur Stärkung der biologischen Vielfalt, verdeutlichte anhand von Forschungsergebnissen die Notwendigkeit, dem Insektenschwund entgegenzuwirken.
Auf einen 17-jährigen Erfahrungsschatz bei der ökologischen Aufwertung kommunaler Grünflächen konnte Georg Krause, Biologe und Umweltbeauftragter der Stadt Donzdorf, zurückgreifen. Beeindruckend seine vielfältigen Beispiele naturnaher Staudenflächen und Blühwiesen im Gemeindegebiet, die Lust auf Nachahmung machten. Krause betonte insbesondere wie wichtig es sei, sowohl die kommunalen Mitarbeiter als auch die Bevölkerung von Beginn an mitzunehmen und offensiv über die Maßnahmen zu informieren. Dr. Philipp Unterweger aus Tübingen erläuterte in seinem Vortrag sein Leitmotiv „Rasen in Frage stellen“. Sei es in Freibädern, auf Liegewiesen oder Sportplätzen oft unumgänglich, Grünflächen als Rasen zu bearbeiten, könnten viele „langweilige“ Flächen durch einen unterschiedlichen Strauß von Maßnahmen ökologisch aufgewertet werden. Dies müsse gar nicht immer die Einsaat von Flächen sein. Bereits im ersten Jahr nach Umstellung des Mähregimes von Rasen auf ein- oder zweischürige Wiese sei eine deutliche Zunahme der Insekten- und Artenzahl auf Grünflächen festzustellen. Vieles sei zugunsten der Insekten bereits erreicht, wenn zwei Maßnahmen beachtet würden, so Unterweger: „Rasenmähen einstellen und Mulchen verboten“. 

In der Diskussion mit den sehr interessierten Forumteilnehmern gab es eine Fülle weiterer Praxistipps. Immer den Standort beachten, auch mal experimentieren, nicht jede Fläche „über einen Kamm scheren“ – damit ließen sich auch Probleme wie die Ausbreitung der giftigen Herbstzeitlosen anpacken oder eine Kostensenkung bei der Pflege von Bolzplätzen durch Verwendung gebietsheimischer Grasarten erreichen.
Julia Menold und Julia Meny vom Projektteam des Naturparks konnten die ersten Erfahrungen aus den teilnehmenden Mitgliedsgemeinden im Stromberg-Heuchelberg vorstellen. Der Naturpark bietet nun in 2019 abermals Praxisseminare für die Bauhöfe interessierter Gemeinden an, sowohl zur Bodenvorbereitung und Einsaat neuer Flächen als auch zur Pflege von Flächen aus der Herbsteinsaat des Vorjahres. Für Privatpersonen findet am 24. Juni in Freudental ein weiterer Workshop statt. Denn mitmachen kann bei dem Projekt „Blühender Naturpark“ jeder! Ob Kommune oder Pfarrgemeinde, Unternehmen, Fachbehörde, Schule, Kindergarten, Imker oder Gartenbesitzer – alle sind herzlich dazu eingeladen, einen Beitrag zum Erhalt und Schutz der Artenvielfalt zu leisten.

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