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Veröffentlicht am 15.03.2019, Rohrbach

Rohrbach – aktives Dorf am Gießhübel

Im Interview mit EPPINGEN.org-Redakteurin Kerstin Lammer spricht Ortsvorsteher Georg Heitlinger über Rohrbachs Wandel vom einstigen Bauerndorf zur attraktiven Wohngemeinde mit vielen Freizeitmöglichkeiten.

von EPPINGEN.org Redaktion

Rohrbach

Wie würden Sie Rohr­bach cha­rak­te­ri­sie­ren, was macht den Ort für Sie so lie­bens­wert?

Wir haben in Rohr­bach tra­di­tio­nell ein reges Ver­eins­le­ben mit vielen Aktiven, der Mu­sik­ver­ein und der FC Badenia fallen mir da spontan ein. Dadurch haben wir auch viele Feste und kommen häufig zu­sam­men. Unser Ort ist auf den ersten Blick von den Ge­bäu­den jetzt viel­leicht nicht der Schöns­te. Das ist in seinem Ur­sprung als Bau­ern­dorf be­grün­det. Es war damals nicht so viel Geld da wie zum Bei­spiel in Mühl­bach, das durch seinen Sand­stein flo­rier­te. 

Aber auf den zweiten Blick haben wir ein paar schöne Ecken wie Grund­schu­le, Pfarr­haus und Kirche. Mir per­sön­lich gefällt auch die Dreschhal­le sehr gut. Ur­sprüng­lich wurde sie von Land­wir­ten gebaut, um das Ge­trei­de zu dre­schen. Als die Mäh­dre­scher kamen, wurde das Gebäude in den 60er Jahren von der Ge­nos­sen­schaft an die Ge­mein­de über­ge­ben und seither für Som­mer­fes­te ver­wen­det. In­nen­mi­nis­ter Thomas Strobl, der mal unseren bay­ri­schen Abend dort besucht hatte, sagte es wäre die schöns­te Halle im Land­kreis Heil­bronn.

Zu einem le­bens­wer­ten Ort gehört auch ein Kultur- & Frei­zeit­an­ge­bot, was bietet Rohr­bach hier?

Zu­nächst ist uns vom Ort­schafts­rat sehr wichtig, dass Kin­der­gar­ten und Grund­schu­le im Ort sind. Stich­wort „kurze Beine, kurze Wege“. An­sons­ten haben wir zwei Spiel­plät­ze frisch ge­stal­tet und eine große Sport­an­la­ge. Die Ka­tho­li­sche Land­ju­gend­be­we­gung hat ein Beach­vol­ley­ball­feld gebaut. Dann haben wir noch einen Kunst­ra­sen­platz. Hierfür hatte der FC Badenia eine Gro­ß­spen­den­ak­ti­on ak­qui­riert. Der andere Teil der Kosten wurde von der Stadt über­nom­men. Im letzten Jahr ist dann noch der Bolz­platz durch Spenden gebaut worden.

„Ich bin hier aufgewachsen und fühle mich hier heimisch", sagt Georg Heitlinger. (mit Redakteurin Kerstin Lammer)
„Ich bin hier aufgewachsen und fühle mich hier heimisch", sagt Georg Heitlinger. (mit Redakteurin Kerstin Lammer)
 

Dieser ist immer frei zu­gäng­lich. Au­ßer­dem wurde in den letzten Jahren die Kerwe wieder größer. Hier findet par­al­lel das Tru­cker-Tref­fen statt. Aus Deutsch­land und Ös­ter­reich kommen uns da Trucker be­su­chen, mit ihren zum Teil spe­zi­al­la­ckier­ten und be­leuch­te­ten Lkws. 2018 waren es knapp 70 Trucks.

Was hat dazu beigetragen, dass Rohrbach den Strukturwandel von einer sehr landwirtschaftlichen Prägung zu einem Ort mit lebendiger Industrie und einem attraktiven Wohnort vollzogen hat?

Es haben sehr viele Landwirte aufgehört. Von den ursprünglich über 300 sind es nur noch wenige. Ich bin selbst einer der wenigen, die noch übrig sind. Nach und nach hat sich das hin zu mehr Industrie verschoben. Die örtliche Schreinerei war damals der erste Betrieb, der in das Gewerbegebiet ins Wiesental gezogen ist. Dann haben sich immer mehr Firmen aus dem Ort raus hier angesiedelt. Das ist das Schöne, dass es viele örtliche Unternehmen sind, die sich mit Rohrbach verbunden fühlen und den Ort aktiv durch Sponsoringprojekte – wie zum Beispiel die Sportplätze – unterstützen.

Dreschhalle Rohrbach
Rohrbacher Kerwe
 

Rohrbach entwickelt sich nicht zuletzt durch das Neubaugebiet Dorfwiesen/Herrenäcker stetig weiter. Was tut sich in der infrastrukturellen Entwicklung von Rohrbach 2019? Wo liegen die Schwierigkeiten? 

Zum einen haben wir 2019 die weitere Erschließung des Neubaugebiets und dann die Bauarbeiten der Ortsdurchfahrt. Während der Straßenbaumaßnahmen wird es eine großräumige Umfahrung geben. Letztlich hat sich bei den Baumaßnahmen der B293 im letzten Sommer gezeigt, dass die Probleme nicht ganz so groß waren, wie sie zuvor geredet wurden. Ich gehe davon aus, dass wir gut durch diese Zeit kommen werden. Problematischer sehe ich da schon die Wohnraumentwicklung. Die Bauplätze in unserem Ort waren noch nicht bebaubar und Dreiviertel der Bauplätze waren schon verkauft. Zum Vergleich: Beim Vorgängergebiet hat es 15 Jahre gedauert, bis der letzte Platz weg war. Mittlerweile stehen sogar schon die ersten Häuser. Es wird ein schönes Wohngebiet – auch durch die Renaturierung des Rohrbachs.

Hierzu findet im April die Einweihungsfeier statt…

Ja, darauf freue ich mich schon und denke das wird wirklich gut. Bis 1973 ist die Rohrbach offen durch das Dorf geflossen. Sie war aber vielen ein Ärgernis, da die Abwässer in den Bach geleitet wurden und es dementsprechend stank. Daher hat man sich damals für eine Verdolung entschlossen. Mittlerweile ist jeder Haushalt an die Kläranlage angeschlossen. Daher ist die Wasserqualität des Rohrbaches wieder richtig gut. Mit der Offenlegung schaffen wir gleichzeitig ein Stück mehr Lebensqualität in unserm Dorf.

Mit dem Neubaugebiet erhält Rohrbach auch viele neue Bürger. Welchen Tipp geben Sie Neuzugezogenen?

Das alte Dorf zu Fuß zu erkunden, und mal einen Spaziergang durch die kleinen versteckten Gassen zu machen. Im Herbst machen wir übrigens auch wieder eine Führung durchs Dorf, um es erlebbar zu machen. Oder auch die Eulenhorsthütte, die Aussichtsplattform ist schon beeindruckend. Man kann bei schönem Wetter den Schwarzwald, Heilbronn oder den Odenwald sehen.

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