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Durch
diese Erfahrungen in ein anderes Denken initiiert, reiste er jahrelang
durch verschiedene Länder, um seine neue Sichtweise zu vertiefen.
In Griechenland lernte er den Ikonenmaler Jannis Palamidis kennen, der
ihm den ersten Kontakt mit Leim- Kreidegründen verschaffte, was
für seine spätere Malerei von Bedeutung werden sollte. Damals
experimentierte Harry van Essen mit akustischen Klängen, die er
in den Geräuschen einer natürlich gebliebenen Welt vorfand.
In der Kassette Sounds of Amorgos hört man das Rauschen
der Wellen, welches in das Gesummen von Bienen und in den Hauch des
Windes übergeht.
So reiste er als Adept immer auf der Suche nach den wahren, tragfähigen
Werten des Lebens, durch ganz Europa. In Indien machte er dann bei verschiedenen
Meistern Erfahrungen in der Meditation, die noch heute seinen Tagesrhythmus
bestimmt. Der Meditierende strebt nie nach Bedeutung in der Welt. Er
strebt nicht einmal nach Wahrheit, denn die letzte Wahrheit ist immer
jenseits menschlicher Erkenntnis. Alles wonach er strebt ist Liebe,
die völlige Identität mit allem.
Die Versuche die Welt wissenschaftlich zu begreifen, die politischen
Kämpfe auf der Straße für mehr Gerechtigkeit, gegen
Krieg und Ausbeutung lagen weit hinter ihm. Das Motto, das er 1997 einer
Ausstellung seiner Bilder voranstellte, bringt seinen neuen Erkenntnissen
auf einen Punkt: Auf dem Weg, im Licht der inneren Suche liegt
der Ort, wo der Spiegel der Wahrheit unsere Ganzheit reflektiert, wo
der Fluß des Lebens bis in die ursprüngliche Erfahrung der
Seele strömt.
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