Donnerstag, 26. Januar 2012, Überregional
Er versandte anschließend eine E-Mail an sämtliche gespeicherte Kontaktadressen und täuschte im Namen der Frau eine finanzielle Notlage während einer angeblichen Auslandsreise vor. Die Empfänger wurden allesamt gebeten, Geld für die Rückreise nach Deutschland sowie zur Begleichung einer ausstehenden Hotelrechnung auszuleihen. Das Geld könne problemlos per Geldtransfer auf eine Bank ins Ausland überwiesen und dort abgehoben werden.
Weiterhin wurden in der E-Mail zwei ausländische Telefonnummern genannt, unter denen die Heilbronnerin zu erreichen sei. Rasch war klar, dass sich die Frau weder im Ausland, noch in einer finanziellen Notlage befand. Den Ermittlern der Unterländer Polizei war das auf Auslandsüberweisungen spezialisierte Bankinstitut bereits bekannt, da es schon in Vergangenheit zu Betrugsfällen gekommen war, bei denen der scheinbar unkomplizierte Geldtransfer missbraucht wurde.
Im Nachhinein war es bislang jedoch nicht mehr möglich, nachzuvollziehen, wer sich das Bargeld auszahlen ließ. Weiterhin wurde in Erfahrung gebracht, dass es sich bei den angegebenen Rufnummern um kostenpflichtige Mehrwertnummern handelt, bei denen die Anrufer tiefer in die Tasche greifen müssen, als bei einem normalen Telefonat.
Ob ein Bekannter der Heilbronnerin einen Geldbetrag überwiesen oder die Rufnummer gewählt hat muss noch ermittelt werden.
Für Rückfragen stehen wir Ihnen unter der Telefonnummer 07131/104-1111 gerne zur Verfügung.
