Stadt Eppingen Jobstart
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Veröffentlicht am Donnerstag, 23. Mai 2013

Zu einer öffentlichern Informationsveranstaltung mit dem Thema „Errichtung von Stadtwerken in Eppingen“ hatte der Eppingern CDU-Ortsverband ins Villa Waldeck eingeladen

In seiner Begrüßung hob Vorsitzender Manfred Staub hervor, dass sich die Veranstaltung nicht gegen die Errichtung von Stadtwerken richte, sondern das Ziel habe, die Bevölkerung über das komplexe Thema zu informieren und ihr eine Diskussionsplattform zu bieten. Als Referent konnte hierzu Professor Dr. Marcus Mattis aus Stuttgart gewonnen werden. Er ist Energieunternehmensberater und Honorarprofessor an der Universität Stuttgart und hat schon viele Städte auf diesem Gebiet beraten. Die Stadt Eppingen will eigene Stadtwerke errichten; dies hat der Gemeinderat bereits in die Wege geleitet. In den nächsten Wochen wird der Gemeinderat endgültig darüber entscheiden. Prof. Mattis erläuterte die Vor- und Nachteile sowie die Risiken einer solchen Stadtwerksgründung. „man müsse ganz genau wissen, was man will und dürfe sich nichts von einem Berater aufschwätzen lassen“, meinte der Experte. 2005 wurde durch Gesetz die Entflechtung von Netzbetrieb und Versorgung festgelegt. Mattis „Seither darf jeder diese Straße benutzen. Der Netzbetrieb hat seither keinen Einfluss mehr auf den Strompreis. Früher waren mit der Netzübernahme und der Konzession auch die Kunden mit im Boot. Durch die neue Gesetzeslage kann heute jeder das Netz nutzen, ohne dass gleichzeitig die Kunden ihren Stromlieferanten zum neuen Netzbetreiber wechseln müssen.“ Prof. Mattis „Die schauen im Internet, wer der billigste Stromlieferant ist.“ Der Strompreis selbst wird durch eine Behörde reguliert.
Der Experte legte Wert auf die Aussage, dass nur ein großes zusammenhängendes sei effizient. Prof. Mattis „Wer ein Netz betreiben will, muss hocheffizient arbeiten um Gewinn zu machen. Hierfür sind Spezialwissen, Auch der Bereitschaftsdienst und die Versorgungssicherheit müssten bei der Errichtung von Stadtwerken gesichert sein. Prof. Mattis „ Wer ein solches Netz betreiben will, muss hoch effizient arbeiten, um Gewinn zu erzielen. Hierfür sind Spezialwissen, qualifiziertes Personal und hohe Investitionen notwendig.“ Deutschland habe derzeit die größte Versorgungssicherheit auf der Welt., Seiner persönlichen Meinung nach werde es in einigen Jahren eine groß baden-württembergische Netzgesellschaft geben.
Stadtkämmerer Tobias Weidemann beleuchtete das Thema aus Sich der Stadtverwaltung. Mit einem Pachtvertrag wolle man einen zuverlässigen auf diesem Gebiet erfahrenen Partner mit ins Boot holen. Es soll ein Energieunternehmen sein, das auch qualifiziertes Personal stellen kann. Von der Errichtung der Stadtwerke verspreche sich die Stadt folgende Vorteile: höhere Einflussmöglichkeiten, Ausnutzung der Niedrigzinsphase, steuerliche Vorteile, Schaffung neuer Arbeitsplätze bei der Stadt, mehr Aufträge an örtliche Unternehmen.“ Eppingen werde 51 % der Anteile behalten, sodass der Partner mit 49 % beteiligt ist. Als evtl. Aufgaben, die durch die Stadtwerke übernommen werden könnten, nannte der Kämmerer Strom, Gas. Bäder, Parkhäuser und Wasser. Die Frage von Gerhard Heidt, welche Personalkosten auf die Stadt zukommen werden, ließ der Kämmerer mit Hinweis auf die Geheimhaltungspflicht unbeantwortet. Bürgermeister Peter Thalmann „Diese Detailfragen können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beantwortet werden.“ Stadtrat Kächele „Wir können nicht alles von heute auf morgen stemmen, sind uns aber auch des Risikos bewusst.“ Gerhard Heidt warnte davor, den gleichen Fehler wie die Bodensee-Wasserversorgung mit den Cross-Border-Leasing Verträgen zu machen. Dies seien gefährliche Tretminen. Peter Thalmann entgegnete, dieses Beispiel sei mit der Stadtwerksgründung nicht vergleichbar.


Bericht: Manfred Staub, Eppingen, Weinbrennerstr.9
Fotos: Renate Stephan, Eppingen, Berliner Ring

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