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Veröffentlicht am Dienstag, 27. März 2012

„Energiewende“ war das Thema einer öffentlichen Informations- und Diskussionsveranstaltung, zu der die Eppinger CDU eingeladen hatte.

Hierzu konnte Vorsitzender Manfred Staub neben den interessierten 35 Zuhörern den versierten Referenten Professor Dr. Marcus Mattis aus Stuttgart sowie die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch begrüßen.


Professor Mattis referierte bei der CDU über die Energiewende

„Energiewende“ war das Thema einer öffentlichen Informations- und Diskussionsveranstaltung, zu der die Eppinger CDU eingeladen hatte. Hierzu konnte Vorsitzender Manfred Staub neben den interessierten 35 Zuhörern den versierten Referenten Professor Dr. Marcus Mattis aus Stuttgart sowie die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch begrüßen. Abgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch stellte das neue Energiekonzept der CDU vor: Fukushima bewirkte die Kehrtwende. Erneuerbare Energien sind weiter auszubauen.“ Windenergie sei hiernach bis 2020 auf 10 % (derzeit 0,8 %) der Bruttoerzeugung auszubauen, Fotovoltaik im gleichen Zeitraum von derzeit 4,9 % auf 8 % und die Stromerzeugung mit Biobrennstoffe soll von 4,9 auf 8 % gesteigert werden. Gurr-Hirsch: „bis 2020 werden wir 35 % des Stroms aus erneuerbaren Energien beziehen.“ Strom müsse ihrer Meinung nach auch nach der Energiewende für die Benutzer bezahlbar bleiben.

Prof. Dr. Marcus Mattis, Energieunternehmerberater und Professor an der Fakultät für Energie- und Verfahren und Biotechnik der Universität Stuttgart, wies zunächst auf die unterschiedlichen Strompreise in den Nachbarländern hin. So sei der Strom im Nachbarland Polen um 30 bis 40 % billiger als in Deutschland. Mattis: „Wir haben in der Energiepolitik ein Faktenvakuum.“ Mattis auf die Frage, weshalb Großbetriebe Stromkostenvergünstigungen erhalten und der kleine Strombezieher dafür finanziell aufkommen muss: “Ohne diese Vergünstigungen würden die Konzerne ihre Betriebe
in Billigstromländer verlegen.“ Der Professor führte aus, dass seit dem neuen Gesetz von 2005 jeder Zugang zum Netz haben müsse. Das Netz müsse benutzbar sein wie eine öffentliche Straße. Energie könne man nicht kaufen, sondern nur umwandeln.

Es sei auch heutzutage viel schwieriger geworden, Stromausfälle zu Spitzenzeiten zu steuern und zu regulieren. Hier hatte man jährlich in solchen Fällen in Deutschland etwa 15 mal eingreifen müssen, heute jährlich über 1000 mal. Wie schwierig es ist, Strom alleine mit erneuerbaren Energien zu erzeugen, machte der Wissenschaftler an einem Rechenbeispiel deutlich: „Ein Jahr hat 8.760 Stunden, hiervon 3.500 Stunden Wind (Energie) und 1.100 Stunden Sonne, ergibt 4.600 Stunden. Es fehlen somit noch 4.160 Stunden jährlich, die zu überbrücken sind. Prof. Mattis gab auch auf ganz einfache Tipps , wie jeder selbst Strom sparen könne z.B. „Kochen mit Deckel spart 1/3 Strom; warum muss ein Zimmer beheizt werden, in dem sich niemand aufhält? Da genügen 15 Grad. Warum muss ein Licht in einem Raum brennen, in dem sich niemand befindet?“
In einer heftig geführten Diskussion gab es Für und Wider wegen der Kürzung der Fördermittel für Solaranlagen. Einige betroffene Teilnehmer befürchten, dass Hausbesitzer dadurch kein Interesse mehr an der Anschaffung von Solaranlagen haben werden. Ein Teilnehmer schlug vor, Mühlen/Wasserräder wieder zur Stromerzeugung zu reaktivieren.

Erstaunt waren die Zuhörer von der Aussage, dass die Stromversorgung durch erneuerbare Energien allein nicht total gesichert werden könne. Prof. Dr., Mattis abschließend: „Der Weg führt weg von der Atomenergie und hin zu erneuerbarer Energie. .Hierzu benötigen wir die notwendige Infrastruktur wie Transportleitungen und Einrichtungen, um den Strom zu speichern.“ Schwierigkeiten sieht auch er in den langwierigen Genehmigungsverfahren. Auch seiner Meinung nach wird der Strom künftig teurer werden.


Text: Manfred Staub, Eppingen, Weinbrennerstr.,9
Fotos: Renate Stephan, Eppingen, Berliner Ring 45

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