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Veröffentlicht am Montag, 07. November 2011

Dr. Lasotta: Wir müssen die Hand aussstrecken

„Integration ausländischer Mitbürger“ war das Thema eines Informationsabends, zu dem der Eppinger CDU-Ortsverband eingeladen hatte. Unter den Teilnehmern waren auch sachkundige Gäste wie Sabine Vogel (Eppinger Integrationssstelle; Frauenrat), Vera Haas (Verein Impuls, Frauenrat), Gülzade Kablan (Sprecherin; Frauenbeauftragte der Mevlana Moschee)., Vorsitzender Manfred Staub konnte als Hauptredner den Landtagsabgeordneten und Vorsitzenden des Arbeitskreises Integration der CDU-Fraktion im Landtag Dr. Bernhard Lasotta begrüßen. Staub wies darauf hin, dass Integration eine Querschnittsaufgabe mit einem breitgefächerten Aufgabenbereich sei, wie zum Beispiel das Erlernen der deutschen Sprache, Schul- und Berufsausbildung, Eingliederung in das gesellschaftliche Leben. In Baden-Württemberg leben ca. 1,2 Millionen Ausländer (11,9 %), darunter knapp 300 000 Türken, 210 000 aus dem ehemaligen Jugoslawien. In Eppingen liegt der Ausländeranteil mit 2200 bei nur 10,2 %. Die Türken sind mit 740, die Jugoslawen mit ca. 420, die Portugiesen mit 130 und die Italiener mit 125 Personen vertreten.


Dr. Bernhard Lasotta: „Diejenigen, die uns kommen, sind herzlich willkommen. Integration ist jedoch keine Einbahnstraße.“ Die ausländischen Mitbürger sollten das großzügige Angebot des Staates annehmen und Bereitschaft zur Integration zeigen.
Sonst sollen sie lieber in ihr Heimatland zurückkehren“, betonte Dr. Lasotta. Er räumte ein, beim Angebot zum Erlernen der deutschen Sprache habe man Fehler gemacht. Dr. Lasotta: „Wir hätten früher damit anfangen sollen, dass Ausländer die deutsche Sprache erlernen.“ Der Bund biete seit einem Jahr Integrationskurse an. Die CDU strebt an, dass für das Kindergartenabschlussjahr eine Besuchspflicht eingeführt wird. Integration, so der Referent, sei erst erreicht, wenn man ein Gefühl für das neue Heimatland habe. In Deutschland, so Dr. Lasotta, können schon viele Stellen nicht mehr mit Fachkräften besetzt werden. Deshalb benötigen wir Zuwanderer, denn alleine können die Deutschen den derzeitigen Wohlstand nicht halten.


Der Abgeordnete bestätigte die Ängste, die die Deutschen haben, dass sie islamisiert werden. Diese Ängste müssen abgebaut werden. Ein Problem seien die sicherlich in geringer Anzahl vorhandenen radikalen, gewalttätigen islamistischen Randgruppen. Dieser Entwicklung müsse man entgegensteuern. Deren Verhalten habe mit der deutschen Rechtsordnung nichts zu tun. Dr. Lasotta: „Wir brauchen eine offene Diskussionskultur und sollten in den Schulen den friedlichen Islam lehren.“ Nicht umsonst sei die Arbeitslosenquote bei den Ausländern mit neun Prozent doppelt so hoch wie bei den Deutschen. Der Referent empfiehlt, dass sich die Vereine für ausländische Mitbürger öffnen sollten.


Dies würde sich lohnen. Dr. Lasotta „ Wir haben noch viele Defizite in der Integrationspolitik.“ Die unmittelbare Arbeit der Integration sollen die Kommunen vor Ort leisten. Hierfür müssen sie auch entsprechend finanziell ausgestattet werden.
In der anschließenden Diskussion gab es viele Beiträge der Zuhörer: „die Ausländer grenzen sich ab; sie zeigen zu wenig Interesse an der Integration; sie gründen sogar eigene Vereine; dass reichliche Angebot vom Kindergarten bis zur Uni sei jetzt schon ausreichend; die Deutschen reden sich bereits ein schlechtes Gewissen ein. Bemän-gelt wurde, dass es für die ausländischen Mitbürger keine Ansprechpartner gebe; die vielen bürokratischen Hürden bei einigen Eingliederungsmaßnahmen seien zu hoch. Vorgeschlagen wurde, Städtepartnerschaften mit türkischen Städten zu bilden.

(mst) Text: Manfred Staub; Fotos: Renate Stephan (res)

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