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Veröffentlicht am Mittwoch, 23. November 2011

Zweimal im Jahr lädt die Vorstandschaft ihre Seniorinnen zu einem gemütlichen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen ein.

Elke Schulig begrüßte die in großer Zahl im Vereinsheim erschienenen Frauen. Das gesellige Beisammensein ist sehr beliebt. Es wurde durch einen Vortrag von Beate Sack bereichert. Sie hatte einen alltäglichen Gebrauchsgegenstand zum Thema, der in den verschiedensten Formen und Ausführungen täglich benutzt wird: das Essbesteck. Im Mittelalter war das Besteck als etwas Wertvolles eingestuft: Da mussten zum Beispiel Gäste ihr Besteck mitbringen, weil der Gastgeber zu wenig hatte. Das älteste Essgerät ist der Löffel. Bei den Griechen und Römern wurde er aus Ton geformt oder aus harten Tierknochen geschnitzt. Es gab Löffel aus Holz und im 15. Jahrhundert, dank der Zunft der Löffelmacher, den Zinnlöffel für den Bürger. Der Bauer trug das Besteck am Gürtel, der Edelmann steckte das Messer zum Schwert in die Scheide. Den ersten silbernen Löffel bekam man vom Paten. Es gibt einige Redewendungen um den Löffel wie zum Beispiel „den Löffel abgeben“, was gleichzusetzen ist mit sterben und bedeutet, dass wieder ein Löffel frei wurde; denn Löffel waren rar. Vierzinkige Gabeln fand man im 14. Jahrhundert in Frankreich und im 16. Jahrhundert in Italien. Sie wurden im Mittelalter als Werkzeug des Teufels von der Kirche abgelehnt. In den Klöstern war die Benutzung von Gabeln lange Zeit untersagt. Erasmus von Rotterdam äußerte sich zu dem Thema: „Was gereicht wird, hat man mit drei Fingern oder mit Brotstücken zu nehmen.“ Es wird berichtet, dass Ludwig XIV von Frankreich, der einen so prunkvollen Hof führte, noch mit den Fingern aß. Allgemein gab es im höfischen Bereich Gabeln für Käse oder Konfekt. Das Besteck in seiner heutigen dreiteiligen Form hat sich erst im 19. Jahrhundert durchgesetzt. Das Essen mit Besteck, das nicht mehr am Gürtel getragen wurde, sondern neben dem Teller bereit lag, verbreitete sich mit Hilfe der durch die Industrialisierung ermöglichten Massenproduktion Ende des 19. Jahrhunderts auch in den unteren Gesellschaftsschichten. Interessant ist es, festzustellen, dass durch die Einführung von Fingerfood der Gebrauch von Messer und Gabel wieder rückläufig ist. Die Landfrauen genossen diesen informativen Nachmittag.

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